Quelle: ZAMG

Foda, Fink und Stöger laut Medien erste Teamchef-Kandidaten

15.10.2017 - 16:46
"Kronen Zeitung" und "Österreich" bringen Foda und Fink ins Spiel© APA (EXPA/ALEXANDER FORST)"Kronen Zeitung" und "Österreich" bringen Foda und Fink ins Spiel

Zumindest Teile der zehn Namen umfassenden Liste an Kandidaten für den Posten des österreichischen Fußball-Teamchefs sind am Sonntag an die Öffentlichkeit gelangt. Die "Kronen Zeitung" und "Österreich" berichteten übereinstimmend von drei Trainern, die darauf ganz oben stehen sollen: Franco Foda, Thorsten Fink und Peter Stöger.

"Es ist richtig, dass der ÖFB ganz korrekt angefragt hat, dass sie ein Gespräch mit Thorsten Fink führen wollen", erklärte Austrias Sportdirektor Markus Kraetschmer am Sonntag im ORF. Der Verein habe dem Trainer erlaubt, so ein Gespräch zu führen. Fink selbst bestätigte gegenüber "Sky", dafür offen zu sein: "Wenn mich Schöttel kontaktiert, werde ich sicherlich mit ihm reden", meinte er im Hinblick auf die dann mit dem neuen ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel zu führenden Gespräche.

Kraetschmer, zugleich einer von drei stimmberechtigten Bundesliga-Vertretern im ÖFB-Präsidium, betonte aber auch, dass sich der Verband ein Engagement Finks etwas kosten lassen müsse: "Es ist aber auch klar, dass nur eine sehr, sehr hohe Ablöse überhaupt dazu führen könnte, dass wir darüber nachdenken."

Auch Franco Foda äußerte sich im Vorfeld des Bundesliga-Heimspiels gegen die Austria zu den Gerüchten. "Man soll sich keine Gedanken über ungelegte Eier machen", sagte Finks deutscher Landsmann auf "Sky". "Sollte sich jemand bei mir melden, bin ich jemand, der sich alles anhört."

Sturms Sportdirektor Günter Kreissl zeigte sich vom Thema "ein bisschen genervt". Von einer ÖFB-Anfrage wollte er noch nichts wissen: "Es ist für mich nicht verwunderlich, dass beide (Fink und Foda) Kandidaten sind. Aber derzeit basiert alles auf Gerüchtebasis."

Stöger genießt beim kriselnden 1. FC Köln zumindest vorerst noch die Rückendeckung der Clubführung. Sollte kommenden Sonntag auch das Duell mit Werder Bremen verloren gehen - es wäre die achte Niederlage im neunten Ligaspiel - könnte es für den Wiener aber eng werden.

"Es überrascht mich natürlich nicht, dass ich auf der Kandidatenliste stehe", sagte Stöger der "Krone". Er wolle aber in Köln die Wende schaffen. "Für mich ist es leider der falsche Zeitpunkt." Auch Andreas Herzog soll auf der Liste stehen, die der neue ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel am Freitag als eine seiner ersten Amtshandlungen der Arbeitsgruppe zur Teamchef-Suche vorgelegt hat - dem Vernehmen nach aber nicht als erste Option.

Der ÖFB will den Nachfolger für den scheidenden Teamchef Marcel Koller am 30. Oktober präsentieren. "Bis dahin werden wir keine Wasserstandsmeldungen zum Fortschritt der Verhandlungen oder über mögliche Kandidaten abgeben", hatte Präsident Leo Windtner erst am Freitag betont. Dennoch gelangten zumindest Teile der Liste an die Öffentlichkeit.

In der Arbeitsgruppe zur Teamchef-Suche sitzen neben Windtner auch ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer, Bernhard Neuhold als Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH und Austria-Vorstand Markus Kraetschmer als Vertreter der Bundesliga. Den Vorschlag der Task Force legt Windtner dann - vermutlich am 30. Oktober - dem ÖFB-Präsidium vor, das ihn als höchstes Verbandsgremium absegnen muss.

(APA)

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