Quelle: ZAMG

LASK will perfekte Sturm-Serie zu Hause brechen

08.09.2017 - 17:50
Sturm-Trainer Foda will weiße Weste auch beim LASK behalten© APASturm-Trainer Foda will weiße Weste auch beim LASK behalten

Zum Auftakt der siebenten Runde in der Fußball-Meisterschaft gastiert Tabellenführer Sturm Graz am Samstag um 16.00 Uhr beim Aufsteiger LASK. Austria Wien empfängt um 18.00 Uhr den WAC, die Admira gastiert in Mattersburg und St. Pölten trifft vor eigenem Publikum auf Altach. Abgeschlossen wird die Meisterschaftsrunde am Sonntag um 16.00 Uhr mit dem Schlager Red Bull Salzburg gegen Rapid Wien.

In Pasching trifft am Samstag der makellose Tabellenführer Sturm auf den Aufsteiger aus Linz, der als Fünfter acht Punkten hat. Der Trainer der Oberösterreicher, Oliver Glasner, gab sich vor der Begegnung betont selbstbewusst. "Bei uns hängen die Trauben hoch", hoffte er auf das Ende der Grazer Serie.

Sein Gegenüber Franco Foda wollte den perfekten Saisonstart nicht überstrapazieren. "Wichtig ist, dass wir am Samstag gut spielen. Wir wollen geschlossen auftreten und auch auswärts jedes Spiel gewinnen." Ähnlich sah es Philipp Zulechner. "Der Start ist Vergangenheit. Er gibt uns Selbstvertrauen, aber es ist kein zusätzlicher Druck. Wir müssen weiter von Woche zu Woche schauen."

Die Wiener Austria kann am Samstag mit einem Sieg gegen den Wolfsberger AC den dritten Platz in der Tabelle festigen. Für Trainer Thorsten Fink ist es mehr als die Generalprobe vor dem Europa-League-Kracher gegen AC Milan. "Von Milan will ich noch nichts hören", erklärte der Deutsche.

Der Fokus liege einzig auf dem bevorstehenden Spiel. "Wir haben in der Meisterschaft eine gute Ausgangslage. Unsere Position ist für den Moment gut. Wir wollen aber weiter nach oben bzw. näher an die Spitze herankommen."

Dass nach der Länderspielpause besonders intensive Wochen auf die Austria warten - bis 1. Oktober gilt es sieben Pflichtspiele in drei Bewerben zu bestreiten - stört Fink nicht. "Natürlich überlege ich schon, welchem Spieler ich mal eine Pause geben werde." Zunächst gelte es jedoch in stärkster Besetzung nach der Pause wieder in den Rhythmus zu finden. Dazu gehört wohl das Debüt des Heimkehrers Florian Klein auf der rechten Abwehrseite. Noch nicht fit wurde hingegen Tarkan Serbest. "Bei ihm hoffen wir, dass es für Donnerstag reicht", sagte Fink.

Ganz aus den Köpfen der Wiener ist das am Donnerstag (19.00 Uhr) anstehende Spiel gegen Milan doch nicht zu bringen, wie Fink verriet. Umso wichtiger sei ein guter Auftritt gegen die Kärntner. "Wer am Donnerstag spielen will, muss am Samstag in der Meisterschaft überzeugen."

WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger sieht seine Schützlinge, die auf Boris Hüttenbrenner wegen einer Schleimbeutelentzündung verzichten müssen, als Außenseiter. "Das ist klar, wenn du zu Austria Wien fährst. Sie haben viel Speed in der Offensive und technisch sehr gute Spieler", lobte der 50-Jährige die "Veilchen".

Der mögliche Sprung auf Platz drei in der Tabelle ist nicht die Hauptmotivation. "Freilich wäre das schön, aber das sind alles nur Momentaufnahmen. Wir haben neun Punkte, damit hat keiner gerechnet. Trotzdem müssen wir schön am Boden bleiben!", erklärte Pfeifenberger.

Der SV Mattersburg und Admira Wacker Mödling richten den Blick in der Fußball-Bundesliga gleichermaßen nach vorne. Vor dem direkten Duell am Samstag im Mattersburger Pappelstadion rangieren die beiden Clubs auf den Plätzen neun bzw. acht der Tabelle. Vor allem die Hausherren wollen nach vier erfolglosen Runden endlich wieder voll anschreiben.

Nach einem Saisonauftakt nach Maß mit einem Punkt bei Rapid sowie dem Heimsieg gegen den WAC ist bei Mattersburg Sand ins Getriebe gekommen. Zuletzt setzte es zu Hause Niederlagen gegen Sturm Graz und die Austria. Trainer Gerald Baumgartner erwartet auch mit der Admira eine "harte Nuss", sah seine Mannschaft aber gut vorbereitet: "Wir wollen auf alle Fälle gewinnen und den Matchplan darauf ausrichten."

Die Admira kassierte zuletzt zwei Niederlagen, auswärts setzte es in dieser Saison bisher drei. Trainer Damir Buric ist mit dem Gesehenen dennoch zufrieden. "Die Mannschaft hat sich weiterentwickelt. Wir haben uns vorgenommen, mehr zu agieren", erklärte der Kroate. Nur mit der Effizienz habe es noch nicht geklappt. "Wir haben zuletzt viel nach vorne investiert, aber dann muss man die Möglichkeiten nutzen." Dies sei auch beim 1:3 gegen die Austria nicht der Fall gewesen.

Mit den Violetten gab es am letzten Tag der Sommer-Übertrittszeit noch ein weiteres Tauziehen. Der zuletzt ins ÖFB-Team einberufene Maximilian Sax blieb aber Admiraner, nachdem sich die Austria erfolglos um den Flügelspieler bemüht hatte. Die für den 24-Jährigen geforderte Ablösesumme war den Wienern zu hoch, so soll das Admira-Management eine knappe Million Euro verlangt haben - für Buric ein angemessener Preis.

"Es ist eine Anerkennung für uns, wir sind ein Ausbildungsverein. Aber wenn wir die Arbeit leisten, wollen wir dafür auch etwas haben", wollte Buric betont wissen. Zu verschenken habe die Admira nichts. Rein aus Trainersicht gesehen, sei es natürlich erfreulich, weiter auf Sax bauen zu können. "Er war noch nie so gut wie jetzt."

St. Pölten wartet in der Fußball-Bundesliga noch auf den ersten Saisonsieg. Nach zweiwöchiger Ligapause soll im Heimspiel gegen den SCR Altach am Samstag erstmals ein "Dreier" angeschrieben werden. Vor allem für Trainer Jochen Fallmann wäre ein Erfolgserlebnis nicht unwichtig. Sein Posten ist clubintern Diskussionsthema Nummer eins.

Fünf Niederlagen in sechs Saisonspielen, dazu das Aus im ÖFB-Cup gegen Regionalligist Austria Klagenfurt: Die Bilanz der St. Pöltner liest sich alles andere als gut. Nach dem 1:2 in Wolfsberg folgte ein Gespräch zwischen Fallmann, Sportdirektor Markus Schupp und General Manager Andreas Blumauer. Via Medien richteten dann diese Woche die "Strategischen Partner", der Verbund der wichtigsten Sponsoren und Partner des Vereins, aus, an Fallmann festhalten zu wollen.

Altach reist ausgerastet nach Niederösterreich. "Wir haben die Batterie aufladen können", sagte Trainer Klaus Schmidt. Für seine Schützlinge hatte die Saison bereits Ende Juni in der Europa-League-Qualifikation begonnen. Der Kraftverschleiß war in den jüngsten Runden sichtbar. Immerhin fixierten die Vorarlberger mit einem 1:0 gegen Mattersburg unmittelbar vor der Ligapause den zweiten Saisonsieg.

(APA)

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