Quelle: ZAMG

Salzburg muss auf Titel warten - Austria besiegte Sturm 4:1

29.04.2017 - 21:02
Punkteteilung zwischen Salzburg und Ried© APA (Krugfoto)Punkteteilung zwischen Salzburg und Ried

Red Bull Salzburg muss zumindest eine Woche auf die Fixierung des vierten österreichischen Fußball-Meistertitels in Serie warten. Die Salzburger kamen am Samstag zu Hause gegen Schlusslicht SV Ried nicht über ein 1:1 hinaus. Der einzig verbliebene Konkurrent Austria Wien hatte die Titelentscheidung zuvor mit einem 4:1 gegen Sturm Graz verschoben.

Fünf Runden vor Schluss liegt Salzburg bei einer um 30 Treffer besseren Tordifferenz immer noch komfortable 13 Punkte vor der Austria. Den achten Meistertitel der Red-Bull-Ära können die Salzburger nächsten Samstag in Mattersburg erstmals aus eigener Kraft fixieren. Die Austria geht mit vier Punkten Vorsprung auf den Dritten Altach und fünf auf Sturm ins Ligafinish.

Im Abstiegskampf gab Ried mit dem Punktgewinn in Salzburg ein deutliches Lebenszeichen ab. Weil auch die Konkurrenten St. Pölten (3:3 gegen Altach), WAC und Mattersburg (2:2 im direkten Duell) nicht voll punkteten, blieb die Tabellenkonstellation nahezu unverändert. Ried liegt vier Zähler hinter dem Vorletzten St. Pölten. Abgeschlossen wird die 31. Bundesliga-Runde am Sonntag (16.30 Uhr) mit dem Gastspiel von Rapid Wien bei der Admira.

Der alte und wahrscheinlich auch neue Fußball-Meister Salzburg schaffte am Samstag nicht mehr als ein 1:1 gegen Ried. Der vierte Meistertitel in Serie dürfte den Salzburgern dennoch kaum zu nehmen sein, die mittlerweile 18 Pflichtspiele ungeschlagenen Salzburger können ihn kommenden Samstag mit einem Sieg in Mattersburg erstmals aus eigener Kraft fixieren. Die Führung durch einen Elfmeter von Peter Zulj (33.) brachten die Innviertler vor 10.231 Zuschauern in Wals-Siezenheim nicht über die Zeit. Hwang Hee-chan gelang noch der verdiente Ausgleich (78.).

Die Austria rückte ihrem Saisonziel einen großen Schritt näher. Mit dem 4:1 gegen Sturm Graz hängten die Wiener ihren ersten Verfolger im Kampf um Platz zwei vorerst ab. Fünf Zähler beträgt der Vorsprung der Violetten fünf Runden vor Saisonende nun auf die Grazer. Die Austria verschob damit auch Salzburgs Meisterfeier um zumindest eine Woche.

Ismael Tajouri (25.) und Petar Filipovic (31.) trafen im Happel-Stadion vor der Pause, ehe Larry Kayode (54., 57.) mit seinen Saisontoren zwölf und 13 nachlegte. Sturm gelang erst danach durch Baris Atik (60.) das Ehrentor. Der Gelb-Rot-Ausschluss von Austrias Lukas Rotpuller (73.) wirkte sich im Finish nicht mehr aus. Für das Team von Thorsten Fink war es der dritte Sieg in Folge, Sturm wartet indes im Frühjahr auch nach dem fünften Auswärtsspiel auf einen Zähler.

St. Pölten verpasste im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga am Samstag einen Heimsieg. Beim 3:3 gegen den SCR Altach lagen die Niederösterreicher zweimal mit zwei Toren voran, kassierten in der 90. Minute aber noch den Ausgleich durch einen von Hannes Aigner verwerteten Foulelfmeter. Die Partie war überschattet von einer schweren Verletzung von Altachs Benedikt Zech.

Kevin Luckassen (10., 33.) und Manuel Martic (47.) brachten St. Pölten in der NV Arena mit 2:0 bzw. 3:1 voran. Altach beendete indes nach 530 Minuten ohne geschossenen Treffer seine Torsperre durch Louis Ngwat-Mahop (44.). Jan Zwischenbrugger (64.) und Aigner belohnten Altachs Steigerung in der zweiten Spielhälfte dann mit Treffern. Die Vorarlberger schoben sich an Sturm Graz vorbei auf Rang drei. St. Pölten liegt weiter vier Zähler vor Schlusslicht Ried auf Platz neun.

Der Schockmoment der Partie ereignete sich in der 44. Minute. Zech prallte bei Altachs 1:2 mit SKN-Torhüter Christoph Riegler zusammen und blieb bewusstlos liegen. Wild gestikulierten die Akteure Erste Hilfe herbei, ein St. Pöltner versuchte, die vom Verteidiger offenbar verschluckte Zunge aus dem Rachen zu holen.

Nach minutenlanger Unterbrechung wurde Zech schließlich auf der Trage abtransportiert und anschließend ins Krankenhaus zur Untersuchung eingeliefert. Begleitet wurde er von Teamkollegen Philipp Netzer, der nach einem Kopfballduell ebenfalls benommen ausgetauscht wurde. Auch Riegler kam nach der Pause nicht mehr aus der Kabine, er laborierte an Sehstörungen.

Der WAC musste sich am Samstagabend nach einer 2:0-Führung in der Heimpartie gegen Mattersburg nur mit einem 2:2 begnügen. Trotzdem verbesserten sich die Kärntner vorerst einen Punkt vor den erst am Sonntagnachmittag bei der Admira spielenden Rapidlern auf Platz sechs der Fußball-Bundesliga. Mattersburg liegt aber als Achter weiter nur einen Zähler hinter den Wolfsbergern.

Daniel Offenbacher, der seine ersten beiden Tore für die Lavanttaler erzielte, schoss die Gastgeber in Front. Doch ein Doppelschlag von Thorsten Röcher (86.) und dem in der 55. Minute eingewechselten Maskenmann Alois Höller (87.) brachte noch den mehr als verdienten Ausgleich für die Burgenländer, die das Match mit Ausnahme der Anfangsphase klar bestimmt hatten.

(APA)

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