Quelle: ZAMG

Sturm neuer Tabellendritter, keine Siege für Rapid, Austria

01.04.2017 - 21:31
Sturm war gegen den WAC obenauf© APASturm war gegen den WAC obenauf

Sturm Graz hat sich in der Fußball-Bundesliga auf Rang drei geschossen. Die Grazer fertigten den WAC mit 4:0 ab und überholten die Wiener Austria. Die Violetten mussten sich zu Hause der Admira mit 0:2 geschlagen geben. Rapid kam in St. Pölten über ein 1:1 nicht hinaus, Mattersburg siegte gegen Ried mit 2:1. Die 27. Runde wird am Sonntag mit dem Spiel Altach gegen Salzburg abgeschlossen.

Sturm feierten in der heimischen Merkur Arena gegen den WAC einen verdienten 4:0-Erfolg und sprang in der Tabelle auf den letzten der drei fixen Europacup-Plätze. WAC-Kicker Joachim Standfest erlebte damit kein erfolgreiches 500. Ligaspiel und schied noch dazu in der 53. Minute angeschlagen aus.

Baris Atik (12.), Simon Piesinger (41.) und Deni Alar mit seinem 15. Saisontor (45.+1) machten im Spiel der 27. Runde schon vor der Pause alles klar. Marc-Andre Schmerböck (90.) sorgte für den Schlusspunkt. Für die Truppe von Chefcoach Franco Foda war es der dritte Erfolg in den jüngsten vier Runden. Nach dem Rückschlag mit dem 0:1 bei der Admira gelang gleich wieder die Rückkehr auf die Siegerstraße.

"Ich bin sehr zufrieden mit der gesamten Mannschaftsleistung, die Mannschaft war von der ersten Minute an gut im Spiel und hat gut nach vorne gespielt", resümierte Sturm-Trainer Franco Foda. WAC-Übungsleiter Heimo Pfeiffenberger war naturgemäß weniger euphorisch: "Es war eine unnötige Niederlage, aber sie war verdient, weil uns in den entscheidenden Situationen die Entschlossenheit gefehlt hat."

Die Wiener Austria verlor gegen eine mit Defensivtaktik operierende, bissige Admira-Wacker-Elf 0:2 und fiel damit hinter Sturm Graz auf Rang vier zurück. Die Südstädter festigten Platz fünf in der Tabelle und holten den ersten Auswärtssieg in der Ära von Trainer Damir Buric. Außenverteidiger Stephan Zwierschitz brachte die Gäste in der 34. Minute in Führung, nachdem sich beide Mannschaften zuvor mit ihren Offensivbemühungen zurückgehalten hatten. Dominik Starkl (63.) staubte nach der Pause zum 2:0-Endstand ab.

Die Austria schaffte es nicht, fast 65 Prozent Ballbesitz in echte Gefahr vor dem Tor zu verwandeln. Die Admiraner sind bereits acht Spiele in Serie ohne Niederlage, die Wiener kassierten ihre zweite in Folge nach der 0:5-Pleite in Salzburg vor der Länderspielpause. Trainer Thorsten Fink ist sich bewusst, nun Aufbauarbeit leisten zu müssen: "Ich muss die Mannschaft so schnell wie möglich aufrichten, zwei Niederlagen hintereinander steckt auch nicht jede Mannschaft so einfach weg." Für Admira-Coach Buric war der Erfolg der guten Vorbereitung zu verdanken. "Wir haben viel Austria geschaut und sie gut analysiert, und wir wissen, was wir können. Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten den Platz gut zugemacht."

Einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg feierte der SV Mattersburg. Beim 2:1-Erfolg gegen die SV Ried beweisen die Burgenländer jede Menge Moral. Orhan Ademi hatte die SV Ried in der 48. Minute per Kopf in Führung gebracht, der eingewechselte Patrick Bürger ließ den SVM erst spät jubeln, schnürte im Finish einen Doppelpack (84., 86.). Die Mattersburger liegen damit in der Tabelle als Vorletzter vier Punkte vor dem Schlusslicht aus dem Innviertel.

Mit der Hereinnahme von Bürger in Minute 71 wechselte Mattersburg-Trainer Gerald Baumgartner sozusagen den Sieg ein. "Da sind wir volles Risiko gegangen", erklärte der Trainer im Anschluss der Partie. "Der Sieg gegen einen direkten Konkurrenten ist sehr wichtig. Wir hatten auch das nötige Glück", räumte Baumgartner ein.

Einen erneuten Dämpfer setzte es für Rapid. Die Hütteldorfer erreichten auswärts gegen Aufsteiger SKN St. Pölten nach Toren von Joelinton (22.) beziehungsweise Michael Huber (45.) nur ein 1:1 und sind damit in der Fußball-Bundesliga schon seit acht Partien sieglos. In der Tabelle liegt der Rekordmeister nach dem dritten Saisonviertel nur auf Rang sieben.

Trainer Damir Canadi zeigte sich danach enttäuscht: "Wir sind gut ins Spiel gekommen und verdient in Führung gegangen. Den Ausgleich konnten wir nicht mehr richtig verarbeiten." Sein gegenüber Jochen Fallmann war mit dem Auftritt des SKN zufrieden. "Der Ausgleich hat uns eine Moralinjektion gegeben. Es war ein gerechtes Unentschieden", erklärte der St. Pölten-Trainer.

(APA)

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