Quelle: ZAMG

Südtirol schaltete Caps im Halbfinale aus - Salzburg voran

02.04.2018 - 20:47
Es waren die Südtiroler, die in Wien jubeln durften© APAEs waren die Südtiroler, die in Wien jubeln durften

Ein starkes erstes Drittel war zu wenig: Die Vienna Capitals sind am Montag im Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga ausgeschieden. Der Titelverteidiger musste mit 1:2 (1:0,0:2,0:0) gegen HCB Südtirol die vierte Niederlage in der "best of seven"-Serie hinnehmen. Damit schied das Team des scheidenden Trainers Serge Aubin mit 1:4 Siegen aus. In der zweiten Serie führt Salzburg gegen Linz mit 3:2.

Die "Foxes" aus Bozen müssen also zumindest bis kommenden Mittwoch auf ihren Finalgegner warten. Da könnte Salzburg in Linz den Sack zumachen, nachdem die "Bullen" sich am Montagabend zu einem 4:3-Heimsieg nach Verlängerung mühten und nun die zweite Halbfinalserie mit 3:2 anführen. Für die Südtiroler ist es das zweite Finale nach dem Titelgewinn bei ihrem EBEL-Debüt 2013/14.

Die Capitals, das beste Team des Grunddurchgangs, mussten überraschend schon vor dem Finale die Segel streichen. Südtirol war als achte Mannschaft gerade noch ins Viertelfinale gekommen und hatte dort den KAC mit 4:2 Siegen ausgeschaltet. Mit vier Siegen in Folge, zwei davon in Wien, bezwang das Team von Coach Kai Suikkanen überraschend auch den regierenden ÖEHV-Meister.

Vor dem fünften Duell standen die Caps schon mit dem Rücken zur Wand, mehr als ein starkes Auftakt-Drittel mit 17:2 Schüssen gelang aber nicht. Neuerlich ohne die Stürmer Riley Holzapfel und Rafael Rotter angetreten, fehlte den Wienern die Durchschlagskraft. Zudem erwischte Keeper Jean-Philippe Lamoureux nicht seinen besten Tag und kassierte zwei haltbare Treffer. Nach der Caps-Führung durch Brandon Buck (17.) schlug sich der Goalie einen scheinbar sicher gehaltenen Puck unter dem Körper Richtung Tor, Monardo staubte ab (23.). Zehn Minuten später ließ Lamoureux einen Schuss von Frigo aus recht spitzem Winkel passieren.

Die "Foxes" erwiesen sich wie schon im jüngsten Duell als ungemein effektiv im Angriff und sicher in der Defensive. Pekka Tuokkola gab dem Team enormen Rückhalt. "Unser Goalie ist unglaublich", sagte Luca Frigo. "Wir haben uns im Lauf der Saison gesteigert und jetzt sind wir im Finale. Feiern werden wir nicht sehr viel, denn es ist noch nicht vorbei", sagte der Stürmer im Sky-Interview.

Andreas Nödl sprach von einem "sehr bitteren" Aus. "Wir waren nicht gut genug. Wir hatten unsere Chancen, haben aber zu viele Geschenke gemacht. Bozen hat solide gespielt, ihr Keeper hat unglaublich gehalten, das war der Unterschied", erklärte der frühere NHL-Spieler.

Red Bull Salzburg hat sich indes im Halbfinal-Duell mit den Black Wings Linz in die Poleposition gehievt. Den Salzburgern fehlt nach dem in der eigenen Halle fixierten 4:3-Erfolg nach Verlängerung (1:1,2:2,0:0;1:0) nur noch ein Sieg zum Finaleinzug. Linz hat allerdings die zwei bisherigen Heimspiele gewonnen und trotz des 2:3-Rückstands noch alle Chancen. Die Black Wings erwiesen sich im fünften Match auch auf fremdem Eis als harter Gegner. Sie gingen durch Fabio Hofer (8.) und Jonathan D'Aversa (25./Unterzahl) zweimal in Führung, ehe Ryan Duncan (26.) und John Hughes (30.) für Ausgleich und erstmalige Führung der "Bullen" sorgten.

Dan DaSilva brachte mit dem 3:3 im Powerplay (35.) die Linzer aber nochmals ins Spiel zurück. Danach dauerte es bis zur 17. Minute der Verlängerung, bis Robert Schremp in Überzahl die Heimischen mit dem Siegtreffer erlöste. Am Mittwoch folgt in Linz das sechste Duell.

(APA)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech