Quelle: ZAMG

Hallen-WM-Silber für Dadic im Fünfkampf

02.03.2018 - 22:59
Dadic mit exzellenter Leistung© APA (AFP)Dadic mit exzellenter Leistung

Mehrkämpferin Ivona Dadic hat sich ihre dritte Medaille bei einem Großereignis gesichert. Die Oberösterreicherin holte am Freitag bei der Hallen-WM in Birmingham wie schon bei der EM im Vorjahr Silber im Fünfkampf. Mit 4.700 Punkten musste sie sich um 50 Zähler nur der britischen Lokalmatadorin Katarina Johanson-Thompson geschlagen geben, Bronze ging mit 4.637 an die Kubanerin Yorgelis Rodriguez.

"Es ist unfassbar, dass ich das erreicht habe, die Medaille ist ein Traum. Ich weiß jetzt, dass ich an die Weltspitze herangekommen bin. Das gibt mir viel Selbstvertrauen für die Zukunft", betonte die 24-jährige Dadic. Die Silberne von Birmingham widmete sie ihrem vor neun Jahren bei einem Motorradunfall mit 18 Jahren verunglückten Bruder Ivan.

"Ich bin mit einem guten Gefühl hierhergefahren und habe heute gezeigt was ich kann. Beim 800er habe ich schon probiert Gold anzugreifen, aber am Schluss ist mir dann etwas die Kraft ausgegangen, aber ich bin happy. Das Gold hole ich mir dann hoffentlich irgendwann in den nächsten Jahren", sagte Dadic.

Einen großen Anteil am aktuellen Erfolg hätten ihre Betreuer-Entscheidungen aus dem Vorjahr. "Jetzt weiß jeder, warum ich vier Trainer gebraucht habe. Das ganze Team hat mir sehr viel gebracht." Die Oberösterreicherin sorgte in Birmingham 14 Jahre nach Bronze von Karin Mayr-Krifka über 200 m für die erst fünfte österreichische WM-Medaille unter dem Hallendach, im Mehrkampf ist es die erste.

Dadic startete mit persönlicher Bestzeit von 8,32 Sekunden und Rang fünf über 60 Meter Hürden vielversprechend in den nicht mit allen Topstars besetzten Wettkampf. "Es hat sehr gut angefangen, darüber habe ich mich sehr gefreut, das war eine gute Basis." Im Hochsprung verbesserte sie sich mit 1,82 m an die vierte Stelle. Im Kugelstoßen schob sich die Welserin mit neuer persönlicher Bestmarke von 14,27 Metern auf Platz drei.

Mit 6,40 Metern im Weitsprung setzte sie sich dann auf die Silberposition. "Das war ausschlaggebend, da habe ich gewusst, es ist möglich." Im abschließenden 800-m-Lauf (2:17,82 Min.) gab sie als Dritte hinter Johnson-Thompson (2:16,63) und Rodriguez (2:17,70) die Silberne nicht mehr aus der Hand. "Ich habe erst auf den letzten 100 Metern realisiert, dass ich Zweite geworden bin. Es war heute wichtig, dass ich mich immer fokussiert habe, dass ich einen Bewerb nach dem anderen die Konzentration gehalten habe."

Auch im Vorjahr bei der EM in Belgrad hatte die Olympia-21. von Rio de Janeiro mit neuem Landesrekord von 4.767 Punkten Silber geholt, 2016 hatte sie Freiluft-EM-Bronze erreicht. Ihr nächstes großes Ziel ist die heurige Freiluft-EM in Berlin. In der Vorbereitung darauf lässt sie das Heim-Meeting in Götzis aus und tritt stattdessen in Ratingen an.

Nicht ganz so gut lief es für den Niederösterreicher Dominik Distelberger. Er liegt nach Tag eins des Siebenkampfes nur auf Platz neun. Der Niederösterreicher kam am Freitag in der vierten Teildisziplin Hochsprung lediglich auf 1,93 Meter und fiel um zwei Ränge zurück.

An der Spitze lag mit 3.536 Punkten der französische Topfavorit Kevin Mayer vor dem Kanadier Damian Warner (3.491) und dem Esten Maicel Uibo (3.436). Distelberger kam nach 6,93 Sekunden über 60 Meter, 7,35 m im Weitsprung, mäßigen 13,04 m im Kugelstoßen und mit seinem Hochsprung auf 3.215 Zähler. Die 60 m Hürden, der Stabhochsprung und der abschließende 1.000-Meter-Lauf sind für Samstag angesetzt.

Hürdensprinterin Stephanie Bendrat zog als Zweite ihres Vorlaufs sicher in das Halbfinale ein. Beate Schrott scheiterte hingegen in ihrem Heat als Fünfte. Die jeweiligen Top vier und weitere zusätzliche vier Zeitschnellste kamen weiter. Das Halbfinale und das Finale stehen am Samstagabend auf dem Programm.

Bendrat musste sich in 8,06 Sekunden nur der US-Amerikanerin Sharika Nelvis (7,97) geschlagen geben. ÖLV-Rekordhalterin Schrott (8,27) fehlten sieben Hundertstel auf Platz vier in ihrem Vorlauf. Vom Aufstieg über die Zeitregel war die Olympiafinalistin von 2012 ebenfalls sieben Hundertstel weg und belegte den 27. Gesamtrang.

(APA)

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