Quelle: ZAMG

Zverev bei seinem Hallen-"Comeback" in drei Sätzen weiter

23.10.2017 - 22:39
Alexander Zverev nahm Starthürde beim Wiener Erste Bank Open mit Mühe© APAAlexander Zverev nahm Starthürde beim Wiener Erste Bank Open mit Mühe

Der Montag ist beim Wiener Erste Bank Open in französisch-deutscher Hand gewesen. Die ersten drei Erstrundensiege hatten mit Gilles Simon, Richard Gasquet und Pierre-Hugues Herbert Vertreter der "Grande Nation" gelandet, zum Tages-Abschluss gewannen die Deutschen Philipp Kohlschreiber und Alexander Zverev. Der Topgesetzte hatte bei seinem 6:3,4:6,6:3-Sieg gegen den Serben Viktor Troicki aber Mühe.

"Ich habe schon lange nicht mehr in der Halle gespielt - seit Februar glaube ich", begründete Zverev die Anlaufschwierigkeiten. "Und ich habe gewusst, dass es nicht einfach wird. Viktor ist in einer guten Form." Auf dem Weg ins Shanghai-Viertelfinale etwa hatte Troicki u.a. Dominic Thiem besiegt, wie übrigens auch vor einem Jahr im Wien-Achtelfinale. "Aber grundsätzlich fühle ich mich in der Halle wohl", fügte Zverev an. "Das ist etwas, was mir liegt."

Nach seinem Achtelfinal-Out vor knapp zwei Wochen in Shanghai hatte Zverev eine kleine Pause eingelegt, körperlich fühle sich der 20-Jährige fit. "Physisch habe ich mich wohlgefühlt." Nach der Wien-Woche geht es für Zverev in einem dichten Programm noch im Wochen-Takt zum Masters-1000-Turnier nach Paris, eventuell zu den #NextGen-ATP-Finals in Mailand und schließlich zum World-Tour-Finale nach London.

Dass die Halle gut gefüllt war, bezeichnete Zverev für einen Turnier-Montag als Wahnsinn. Sein nächster Gegner ist der in der Weltrangliste nur noch auf Position 74 zu findende Simon. Dieses Duell gab es bisher dreimal, jeweils im Vorjahr, jedes Mal siegte Zverev. Es ist zu erwarten, dass das vierte Kräftemessen der beiden für Mittwoch angesetzt wird. Gewinnt übrigens Zverev in Wien den Titel, wird er nächsten Montag neuer Dritter der Weltrangliste sein.

Der Wahl-Kitzbüheler Philipp Kohlschreiber besiegte am Montag den fünftgereihten John Isner 7:6(6),6:4, wobei er im Tiebreak drei Satzbälle und auch Break-Rückstande aufgeholt hatte. Kohlschreiber hob seine Kämpfer-Qualitäten hervor. "Als ich mit dem Rücken zur Wand war, habe ich besser gespielt. Es war die gute Arbeit das Dranbleiben, aber auch die Hilfe, die er (Isner, Anm.) mir gegeben hat." Der seit vergangener Woche 34-Jährige betonte zudem die gute Zusammenarbeit mit seinem österreichischen Coach Markus Hipfl: "Er war ein ähnlicher Spielertyp, meine Größe, Kämpfer. Da sehe ich viele Parallelen. Er versteht mich sehr gut."

Isner zertrümmerte im zweiten Satz nach kassiertem Rebreak sein Racket und hat nun kaum noch realistische Chancen auf einen Platz beim World-Tour-Finale. Außerdem dürfte der 2,08-m-Topaufschläger nun das Jahr nicht als der beste US-Amerikaner abschließen. Sam Querrey liegt im "Race" 620 Punkte vor seinem Landsmann und hat in Wien noch alle Chancen. Zum Auftakt geht es für ihn gegen den Spanier Albert Ramos-Vinolas.

Kohlschreiber bekommt es im Achtelfinale mit dem Qualifikanten Pierre-Hugues Herbert zu tun. Herbert war einer von drei zum Turnierauftakt siegreichen Franzosen. Er setzte sich gegen den Australier Bernard Tomic 7:6(4),7:5 durch.

Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem würde beim Wiener Erste Bank Open bei einem Auftaktsieg gegen den Russen Andrej Rublew im Achtelfinale auf Richard Gasquet treffen. Der Franzose siegte am Montag gegen den spanischen Ex-Wien-Titelträger Feliciano Lopez 6:2,6:3. Der als Nummer zwei gesetzte Thiem spielt am Dienstag, dem "THIEMStag", gegen Rublew. Im Head-to-Head mit Gasquet liegt er 0:1 zurück.

(APA)

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