Quelle: ZAMG

Hamilton im Barcelona-Qualifying voran - 64. Pole für Briten

13.05.2017 - 16:20
Hamilton hatte knapp die Nase vorn© APA (AFP)Hamilton hatte knapp die Nase vorn

In einem engen Kampf um die Pole Position beim Großen Preis von Spanien hat sich Mercedes-Star Lewis Hamilton durchgesetzt. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister distanzierte Sebastian Vettel an Samstag in Montmelo um 0,051 Sekunden. Dritter war Valtteri Bottas im zweiten Mercedes, Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen komplettierte die rein finnische zweite Reihe. Die Überraschung lieferte Fernando Alonso.

Für Hamilton, der als Zweiter der WM-Wertung 13 Punkte hinter Vettel liegt, war es die insgesamt 64. Pole Position seiner Karriere und die dritte in dieser Saison nach Melbourne und Shanghai. "Es war ziemlich intensiv für uns nach dem Training. Wir haben versucht, jede Millisekunde herauszuholen", sagte der Brite, dem jetzt nur noch eine Pole Position auf sein Idol Ayrton Senna fehlt. Rekordhalter ist Michael Schumacher mit 68.

"Es wird ein hartes Rennen morgen, nachdem es so eng zwischen uns ist", kündigte Hamilton an. Nur 29 Hundertstel lagen bei windigen Verhältnissen zwischen Hamilton und dem Vierten Räikkönen. Im dritten Sektor unterlief Vettel ein folgenschwerer Fehler, bis dahin fuhr er virtuell vor Hamilton.

Der Deutsche freute sich letztlich dennoch über den zweiten Platz, nachdem an seinem Ferrari kurz vor Qualifying-Start in einer Hauruck-Aktion noch der Motor getauscht werden musste. "Auch Kimis Crew hat ausgeholfen", berichtete Vettel. "Ein großes Dankeschön an die Jungs! Das war eine großartige Leistung."

Hinter dem Red-Bull-Duo Max Verstappen und Daniel Ricciardo, das wie bisher immer an diesem Wochenende von Vorjahressieger Verstappen angeführt wurde, stellte Lokalheld Fernando Alonso seinen McLaren-Honda auf die siebente Startposition. So gut war der Asturier in dieser Saison in vier Anläufen nicht annähernd gewesen.

"Das war definitiv ein gutes Qualifying für uns. Platz sieben ist ein Geschenk", sagte Alonso mit einem Lachen im Gesicht. "Hoffentlich kommen wir morgen in die Punkte." Bis dato ist der 35-Jährige als einziger Fahrer nicht einmal im Rennen durchgekommen, zuletzt in Sotschi schaffte er es nicht einmal bis zur Startaufstellung.

Der Beginn des Qualifyings entwickelte sich für Vettel zur Hängepartie: Nach dem dritten Freien Training am Vormittag musste aufgrund eines kleinen Lecks der komplette Motor in seinem Ferrari ausgewechselt werden. Im Eilverfahren bewältigte die Mannschaft die Aufgabe, die normalerweise laut Vettel mindestens drei Stunden Zeit verschlingt.

Dann funktionierte doch nicht alles normal, und Ferrari beorderte Vettel zurück an die Box. Der Vierfach-Weltmeister fuhr aber weiter. Wenig später, nach der Übermittlung einer neuen Einstellung, war das Problem offenbar gelöst. "Das war natürlich besser so", kommentierte Vettel. "Ich war weit weg von der Box. Wenn ich woanders gewesen wäre auf der Strecke, hätte ich vielleicht angehalten."

Auch Bottas war wegen eines Wasserlecks die Antriebseinheit getauscht worden, allerdings schon vor dem Training. Da war der Finne dann nur in der Endphase auf der Strecke, mehr als sieben Runden gingen sich nicht mehr aus.

Bottas und Hamilton hätten ursprünglich beide mit einer neuen Ausbaustufe des Mercedes-Motors fahren sollen, bei dem Finnen wurde nun wieder jene Spezifikation eingebaut, die in den ersten vier Rennen in Verwendung gewesen war. "Das macht aber nichts. Es gibt keinen Leistungsunterschied", sagte Team-Aufsichtsrat Niki Lauda.

Red-Bull-Pilot Max Verstappen zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. "Vom Set-Up war es sehr gut, alles war okay. Nur sechs Zehntel hinter der Pole, das war sehr gut, wenn man das mit dem letzten Rennen vergleicht", meinte der Niederländer und fügte an, dass Red Bull im Rennanzug normalerweise besser sei.

(APA)

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