Quelle: ZAMG

Pöstlberger bei Giro als Etappen-3. erneut auf dem Podest

11.05.2017 - 17:40
Der Oberösterreicher bestimmte das Tempo stark mit© APA (AFP/Archiv)Der Oberösterreicher bestimmte das Tempo stark mit

Lukas Pöstlberger hat bei seiner Giro-Premiere erneut für Aufsehen gesorgt. Der zum Auftakt sensationell erfolgreiche Oberösterreicher kämpfte am Ende der sechsten Etappe am Donnerstag wieder um den Tagessieg. Im Zielsprint einer Ausreißergruppe musste der 25-Jährige seine Konkurrenten aber passieren lassen. Als Dritter verbuchte der Bora-Profi ein dennoch beachtliches Resultat.

Der Sieg nach 217 km von Reggio Calabria nach Terme Luigiane ging an den Schweizer Silvan Dillier, der sich gegen den Belgier Jasper Stuyven durchsetzte. Pöstlberger überquerte die Ziellinie zwölf Sekunden hinter dem Duo. Das Trio hatte sich auf dem letzten Kilometer gegenseitig belauert. "Vielleicht hätte ich früher attackieren sollen. Ich habe hoch gepokert, es ist leider nicht aufgegangen", sagte Pöstlberger nach dem Rennen gegenüber Eurosport.

Das Rosa Trikot des Gesamtführenden verteidigte der mit dem Hauptfeld angekommene Luxemburger Bob Jungels. Er liegt weiterhin vor dem britischen Duo Geraint Thomas (+6 Sek.) und Adam Yates (+10). Die 7. Etappe am Freitag startet in Castrovillari und endet in Alberobello in der Großregion Bari.

Pöstlberger versuchte auf der großteils flach verlaufenen Etappe als Teil einer fünfköpfigen Fluchtgruppe sein Glück. Das Quintett war schon nach wenigen Kilometern vorne weg und baute zwischenzeitlich einen Vorsprung von knapp neun Minuten auf das Hauptfeld auf. "Ich habe das Profil (der Etappe) gesehen und gedacht, vielleicht kann es klappen in einer Fluchtgruppe", berichtete Pöstlberger über seine Überlegungen vor dem Start.

Der Bora-Fahrer blieb dann auch bis ins Finish in der Spitze. 200 Meter vor dem Ziel lancierte der erstmals bei einer großen Rundfahrt erfolgreiche Dillier eine Attacke, Pöstlberger konnte auf dem leicht ansteigenden Schlussstück nicht mehr folgen. "Die anderen Burschen sind eben bessere Sprinter", sagte Österreichs Ex-Staatsmeister. Er wird sein Glück weiter versuchen. "Ich habe meine Beine getestet, meine Grenzen ausgelotet. Aber ich werde es wieder versuchen. Man weiß nie, was beim Giro passiert."

(APA)

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