Quelle: ZAMG

Interviews

Promis fordern Schutz für Kinderrechte in Afrika

08.06.2010 - 13:34
Roger Moore las aus Kinderbuch vor© APA (epa/dpa)Roger Moore las aus Kinderbuch vor

Wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika haben das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) und internationale Persönlichkeiten am Montagabend auf der Veranstaltung der Burda Medien Park Verlage in Köln zur Einhaltung bzw. Verwirklichung der Kinderrechte in Afrika aufgerufen.

Unterzeichnet wurde der Aufruf neben UNICEF-Repräsentanten auch von den UNICEF-Botschaftern Roger Moore und Nana Mouskouri, dem Top-Model Julia Stegner, der Schauspielerin Katja Riemann, dem Star-Geiger Julian Rachlin und der UNICEF-Botschafterin für Kinder im Krieg, Mariatu Kamara. Roger Moore, mit seiner Rolle als britischer Geheimagent James Bond weltweit bekannt geworden, las aus dem Kinderbuch "Ferdinand, der Stier" vor. "Ich war schrecklich aufgeregt", sagte der 82 Jahre alte Moore im Interview. Der Auftritt sei für ihn etwas Besonderes gewesen: "Ich bin es gewohnt, Martini zu trinken und Schurken zur Strecke zu bringen."

Die Veranstaltung brachte ein Staraufgebot: Hollywoodstar Nick Nolte war zugegen. Der 69 Jahre alte Hollywoodschauspieler, der lange nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen war, stellte sich ebenfalls für die gute Sache ins Blitzlichtgewitter der Fotografen. Die Schauspieler Mario Adorf, Katja Riemann und Sunnyi Melles traten ebenfalls als Sänger auf, wobei Riemann gemeinsam mit einer afrikanischen Band auf der Bühne stand. "Es ist mir ein Herzensanliegen", sagte Riemann. Zu den weiteren Gästen zählten auch Bollywood-Schauspieler Aamir Khan sowie die Schauspieler Axel Milberg, Ben Becker, Maria Furtwängler, Veronica Ferres und Gudrun Landgrebe sowie Pierre Sarkozy, Sohn von Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy.

Das UN-Kinderhilfswerk verweist darauf, dass 2008 allein 4,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren in Afrika starben - das sei rund die Hälfte aller Todesfälle bei Kindern weltweit. Die meisten der Buben und Mädchen hätten ihr Leben durch vermeidbare oder behandelbare Krankheiten verloren. Noch immer geht laut UNICEF im südlichen Afrika jedes dritte Kind nicht zum Unterricht: Schätzungsweise 45 Millionen Kindern sei das Recht auf Bildung vorenthalten. Jedes dritte afrikanische Kind zwischen fünf und 14 Jahren müsse arbeiten.

(APA)

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