Bangen um Prinz Johan Friso der Niederlande: Der am Freitag in Lech am Arlberg in Vorarlberg von einer Lawine Verschüttete befand sich am Samstag weiterhin in Lebensgefahr. Laut einer Erklärung der niederländischen Regierung vom Vormittag hatte er die Nacht in der Innsbrucker Universitätsklinik ruhig überstanden. Sein Zustand sei stabil, hieß es.
Samstagmittag kamen die niederländische Königin Beatrix und Johan Frisos Ehefrau Mabel erneut in die Innsbrucker Klinik, um den Verletzten in der Intensivstation zu besuchen. Sie waren schwarz gekleidet und passierten die wartenden Journalisten, ohne ein Statement abzugeben. Über die Verletzungen des Prinzen wurden de facto keine Angaben gemacht. Die niederländische Zeitung NRC berichtete am Samstag, er hätte jedenfalls keine Schädelbasisfraktur erlitten. Eine offizielle Bestätigung stand aus.
Die Pressekonferenz zum Unfallhergang brachte wenig Neues zutage. Laut Michael Manhart, Geschäftsführer der Skilifte Lech, wurden im Unglücksbereich am Vormittag noch Lawinensprengungen durchgeführt, es seien aber keine Schneebretter abgegangen. "Wir waren deshalb überrascht, dass sich eine Lawine löste", sagte Manhart. Fahrlässigkeit könne man Johan Friso und seinem Begleiter nicht unterstellen. Im freien Skigelände trage jeder selbst die Verantwortung.
Bürgermeister Ludwig Muxel erläuterte noch einmal den Lawinenabgang bzw. die Reaktion der Retter darauf. "Es ging hervorragend schnell", betonte Manhart. Johan Friso sei etwa 40 Zentimeter tief verschüttet gewesen, einen Lawinen-Airbag habe er nicht getragen.
Prinz Johan Friso war Freitagmittag beim Skifahren in Lech im Bereich Litzen in Richtung Zugertobel von einer Lawine verschüttet worden. Er lag etwa 20 Minuten unter dem Schnee, bevor er gefunden und reanimiert werden konnte. Der Verunglückte kam unmittelbar darauf per Notarzthubschrauber in die Universitätsklinik nach Innsbruck.
(APA)

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