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Habsburg - Münchner Requiem im TV und auf Leinwand

06.07.2011 - 15:07
Otto Habsburg verstarb mit 98 Jahren© APA (dpa)Otto Habsburg verstarb mit 98 Jahren

Die Totenmesse für Otto Habsburg-Lothringen am kommenden Montag (11. Juli) in München wird zum Großereignis: Das Bayerische Fernsehen berichtet ab 10:00 Uhr live aus der Theatinerkirche St. Kajetan. Außerdem soll auf dem nahen Odeonsplatz eine Großleinwand aufgebaut werden, auf der die Menschen den Gottesdienst mit dem Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, verfolgen können.

In der Kirche werde mit einigen hundert Gästen gerechnet, darunter politische Weggefährten, Diplomaten und Vertreter des Adels, hieß es am Mittwoch offiziell. Nach dem Requiem geleiten die Trauergäste den Sarg auf den Odeonsplatz. Dort werden Abordnungen der Bayerischen und Tiroler Gebirgsschützen dem Sohn des letzten Kaisers von Österreich und Königs von Ungarn mit einem Salut die Ehre erweisen. Zum Abschluss ist ein Empfang in der Münchner Residenz geplant, bei dem der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer die Trauerrede auf den langjährigen Parteifreund halten wird.

Am 16. Juli soll Habsburg in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt werden, sein Herz gesondert in der ungarischen Benediktinerabtei Pannonhalma am Tag darauf

Otto Habsburg, ältester Sohn des letzten österreichischen Kaisers und ungarischen Königs Karl I. (IV.), Ehrenpräsident der Internationalen Paneuropa-Union und langjähriger EU-Parlamentarier für die bayerische CSU, war am vergangenen Montag in seinem Haus in Pöcking am Starnberger See gestorben. Die Familie wird sich bereits am Samstag von ihm verabschieden bei einer Messe, die der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa in der St.-Pius-Kirche in Pöcking zelebrieren wird.

Kurz vor seinem Tod hatte Habsburg noch ein Buch fertiggeschrieben: "Mut zur Pflicht. Warum wir mehr Verantwortung übernehmen müssen". Wann sein letztes Werk erscheinen werde, stehe noch nicht fest, teilte die Verlagsgruppe Patmos mit. Habsburg vertrete darin die These, dass es im Gemeinwesen an einer Vision und an einem Bewusstsein für die gemeinschaftlichen Werte fehle.

(APA/dpa)

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