Quelle: ZAMG

Stift Admont eröffnet die Kultursaison

15.03.2012 - 14:31
Das Stift besitzt die weltgrößte Klosterbibliothek© APA (dpa/gms/Österreich Werbung/Trumler)Das Stift besitzt die weltgrößte Klosterbibliothek

Das steirische Benediktinerstift Admont, das wohl bedeutendste Kulturzentrum der Region Ennstal-Gesäuse, öffnet mit 25. März wieder seine Pforten für kulturinteressierte Besucher. Neben der Präsentation der Sammlungen des stiftseigenen Kunst- und Naturhistorischen Museums und der spätbarocken, weltweit größten Klosterbibliothek wurden drei Sonderausstellungen vorbereitet.

Die Ausstellung "Himmelsboten" hat die Darstellung von Engeln in alten Handschriften aus dem Bestand der Klosterbibliothek zum Thema. Den Lesern der Heiligen Schrift begegnen sie an zahlreichen Stellen des Textes als geheimnisvolle, in göttlichem Auftrag handelnde, häufig mit bestimmten Botschaften ausgestattete überirdische Wesen: "Engel" ist aus dem griechischen "angelos" entstanden und bedeutet nichts anderes als "der Bote" oder "der Gesandte". Der Geschichte rund um diese Gestalten - insbesondere auch jener drei, die als einzige einen individuellen Namen tragen (die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael) - geht die Sonderausstellung im Handschriftensaal nach.

Mit zeitgenössischen Kunstwerken, die sich mit Fragen der Wahrnehmung auseinandersetzen, ist die von Michael Braunsteiner kuratierte Ausstellung "Jenseits des Sehens" bestückt. "Die Exponate lassen sich ertasten, hören, riechen - und sehen. Für blinde Menschen ist die Ausstellung barrierefrei zugänglich. Sehende wiederum können sich ein 'Bild' davon machen, wie die Welt der blinden Menschen 'aussieht'", so Pressesprecherin Kathrin Wolf im Vorfeld der Eröffnung im Gespräch mit der APA. Die Ausstellung gibt einen Überblick der in den vergangenen zehn Jahren vom Stift in Auftrag gegebenen Kunstwerke, bei denen die Wahrnehmung über die Augen nicht im Vordergrund steht. Auf besonderen Wunsch besteht bei einigen dieser Kunstwerke auch die Möglichkeit, dass blinde Menschen ihre Wahrnehmungsweisen an Sehende vermitteln (bis 8. Juli).

Mit Fragen der menschlichen Existenz beschäftigt sich die Sonderschau "Zwischen Erinnern und Vergessen - Endlichkeit und Ewigkeit", die erst Mitte Juli eröffnet werden wird: Sie handelt laut Wolf von Geburt, Leben und Tod, Erinnern, Verblassen und Vergessen, die Grenzen und die Zwischenräume und wird in Form von einzelnen Objekten im Naturhistorischen und Kunsthistorischen Museum des Stifts, der Säulenhalle im Erdgeschoß und der Klosterbibliothek zu sehen sein (bis 4. Dezember).

INFO: www.stiftadmont.at

(APA)

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