Wien Wolkig Nebel 13.9°C
Quelle: ZAMG

Bildergalerien

Kunstschneepisten für Skifans im Lungau

28.11.2011 - 10:25
Der Sessellift auf das Aineck in St. Margarethen© APA (BARBARA GINDL)Der Sessellift auf das Aineck in St. Margarethen

Die meisten Skigebiete in Salzburg warten immer noch auf Schneefall und auf kühlere Temperaturen zur künstlichen Beschneiung der Pisten. Nur wenigen Liftbetreibern gelang das Kunststück, genügend Schnee auf die grünen Hänge zu zaubern - wie zum Beispiel am Aineck in St. Margarethen im Lungau und in Viehhofen im Pinzgau.

Am Aineck tummelten sich am Samstag bereits 700 Skifahrer auf den künstlich beschneiten Pisten, wie Josef Bogensberger, Juniorchef der Katschberg-Bergbahnen, der APA berichtete. Die anhaltende Inversionswetterlage machte eine künstliche Beschneiung in den Tallagen möglich. Auf den oberen Bergregionen waren die Temperaturen für eine ausgiebige Pistenbeschneiung noch zu warm. Obertauern musste den Saisonstart für den Liftbetrieb bereits verschieben. Die Bahnen auf der Schmittenhöhe in Zell am See und der Skischaukeln in der Salzburger Sportwelt standen heute ebenfalls noch still. "Alle sind grundsätzlich betriebsbereit. Aus heutiger Sicht planen viele Skigebiete ihren Saisonstart um den sechsten, achten Dezember", sagte der Sprecher der Salzburger Seilbahnen, Ferdinand Eder, zur APA.

Im Lungau ist es im Schnitt um sechs Grad kühler ist als in den anderen Salzburger Bezirken. Davon profitieren jetzt die unteren beiden Lifte am Aineck, die noch dazu auf Schattenhängen liegen. Dort eröffneten die Katschbergbahnen am Samstag mit der Inbetriebnahme der Doppelsesselbahn und des Fischerkogel-Schleppliftes die Wintersaison. "Wir sind das erste Skigebiet in Salzburg außer am Gletscher in Kaprun, das in Betrieb ist. 700 Skifahrer waren heute bei uns. Sie kamen nicht nur aus dem Lungau, sondern auch von Obertauern und aus der Steiermark", schilderte Bogensberger.

Nach einer Beschneiungsdauer von zehn Tagen liegt rund 30 Zentimeter Kunstschnee auf den Pisten am Aineck. "Das entspricht einem Meter Neuschnee. Wir haben zirka 30.000 Kubikmeter Schnee produziert. Im Speicherteich ist noch genug Wasser, der Verbrauch war bisher minimal", erläuterte der Junior-Bergbahnenchef. "Oben am Berg ist es noch grün."

Als einziger Lift im Glemmtal im Pinzgau ging heute der "Übungslift" in Viehhofen in Betrieb. Anita Bschellinger vom Tourismusverband Viehhofen: "Die Stimmung war bei unserem kleinen Skiopening ausgezeichnet. Kalte Temperaturen und Raureif im Tal sorgten für winterliches Ambiente, auch wenn die Berggipfel im Sonnenschein erstrahlten." Die skihungrigen Wintersportler der Region seien begeistert von den perfekten Bedingungen auf dem 250 Meter langen Übungshang gewesen. "Als Opening-Bonus der Bergbahnen Saalbach-Hinterglemm-Leogang gab es gratis Liftkarten."

Das bange Warten auf den Wintereinbruch ist noch nicht zu Ende. Die Meteorologen erwarten auch in der nächsten Woche keine ergiebigen Niederschläge - eine Hiobsbotschaft für die Skigebiete. "Noch ist keine allzu große Hektik zu bemerken. Kritisch wird es erst, wenn es in Richtung Weihnachten zu geht", sagte der Seilbahnensprecher. "Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass die Skigebiete bald öffnen können." Derzeit seien auch keine großen finanziellen Verluste zu verzeichnen.

(APA)

Home
Meinung
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech