Quelle: ZAMG

Weltkulturerbe Ferrara von Erdbeben beschädigt

21.05.2012 - 12:40
Musterbeispiel einer Renaissance-Stadt© APA (dpa/gms/ENIT)Musterbeispiel einer Renaissance-Stadt

Das Erdbeben in der norditalienischen Region Emilia Romagna hat mindestens sieben Todesopfer gefordert. Betroffen ist allerdings auch der Tourismus in der Region. So wurden in Ferrara Paläste und Kirchen beschädigt. Die Stadt gilt als Musterbeispiel einer Renaissance-Stadt. Seit 1995 gehört das von einer Stadtmauer umgebene historische Zentrum zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Auch in anderen Städten entstanden an vielen historischen Gebäuden schwere Schäden. Nun steigt die Angst vor weiteren Nachbeben, die von Experten befürchtet werden. 3.400 Menschen verbrachten die Nacht auf Montag in Sporthallen und Schulen. Freiwillige aus ganz Italien und Helfer des Zivilschutzes trafen in der Region ein, um Hilfe zu leisten. Die vom Erdbeben betroffenen Gemeinden rechnen mit Schäden in Millionenhöhe.

Touristen müssen in der Region nicht mit größeren Einschränkungen rechnen. Alle Autobahnen seien frei, sagte ein Sprecher des deutschen ADAC am Montag. Das Erdbeben habe hauptsächlich das Gebiet zwischen Modena, Bologna und Ferrara getroffen. Dort könne es regional zu Umleitungen auf kleineren Straßen kommen. Die Küstenregion zwischen Venedig und Rimini sei nicht betroffen.

Eine Sprecherin der Tourismusbehörde der Region Emilia-Romagna sagte, die Situation sei unter Kontrolle. Alle Sehenswürdigkeiten seien zugänglich. Einige hätten Schäden erlitten, bisher gebe es allerdings noch keine genaue Auflistung darüber.

(APA/dpa)

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