Quelle: ZAMG

Griecheland: Hamsterkäufe und Börsen brechen ein

29.06.2015 - 09:42
Mit den erwarteten Turbulenzen ist die Euro-Zone in die neue Handelswoche gestartet. In Griechenland bleiben die Banken geschlossen, Hamsterkäufe finden statt.
Verunsicherung in Athen© APA (epa)Verunsicherung in Athen

Weiterhin entgegenkommende Signale sind aus Brüssel vernehmbar. So hält EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici eine Einigung mit Griechenland weiterhin für möglich. Er betonte, die internationalen Gläubiger und Griechenland seien „nur einige wenige Zentimeter“ von einer Vereinbarung entfernt.

Währenddessen hat die griechische Regierung beschlossen, dass die Banken bis 6. Juli geschlossen bleiben. Auch alle Bankomaten sind derzeit außer Betrieb, sollen ab dem Nachmittag aber wieder funktionieren. Für Griechen wird allerdings dann bis auf weiteres eine Obergrenze für Abhebungen von 60 Euro pro Tag bestehen. Banküberweisungen im Inland sollen weiterhin problemlos möglich sein. Überweisungen ins Ausland werden aber vorerst nicht möglich sein, um weiteren Abfluss von Kapital aus Griechenland zu unterbinden.

In Hinblick auf die Tourismussaison sollen Ausländer in Griechenland weiterhin unbegrenzt Geld abheben können und von den Kapitalverkehrskontrollen in keinster Weise betroffen sein.

Erwartungsgemäß sind deshalb auch die Märkte in Asien und der Pazifikregion mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Japan, Singapur, Sydney und Hongkong öffneten am Montag mit deutlichem Minus. Auch der Euro gab deutlich nach, erholt sich aber scheinbar bereits wieder langsam. Der deutsche Leitindex DAX hat unmittelbar nach Börsenöffnung um 09:00 Uhr über vier Prozent verloren.

(relevant Redaktion)

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