Mit einem sensationellen Dreifachsieg hat Rick Santorum bei den Vorwahlen in den USA das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner wieder spannend gemacht. Der ultrakonservative Ex-Senator von Pennsylvania gewann die Abstimmungen seiner Partei in Colorado, Minnesota und Missouri. Die Ergebnisse wurden als herber Schlag für den Favoriten Mitt Romney gewertet.
Besonders überraschend war Santorums Sieg in Colorado, das im Vorfeld eigentlich als sicheres Romney-Terrain gegolten hatte. Hier kam Santorum nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen auf 40 Prozent der Stimmen, wie der US-Sender CNN meldete. Romney erhielt 35 Prozent. Offenbar wird Romney in den wertkonservativen Kreisen seiner Partei noch immer nicht akzeptiert.Der bisher als schärfster Romney-Konkurrent gehandelte ehemalige Parlamentssprecher Newt Gingrich landete mit 13 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz.
In Minnesota konnte sich Santorum nach Auszählung von 89 Prozent der Stimmen sogar rund 45 Prozent sichern. An zweiter Stelle lag dort überraschend der Kongressabgeordnete Ron Paul mit gut 27 Prozent. Romney kam nur auf 17, der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich auf elf Prozent.
Noch besser lief das Rennen für Santorum in Missouri, wo er 55 Prozent der Stimmen - und damit mehr als doppelt so viel wie Romney - für sich verbuchen konnte. Die Abstimmung in diesem Staat hatte allerdings nur symbolischen Charakter, weil dort erst im März verbindlich gewählt wird.
"Meine Damen und Herren, ich stehe hier nicht und beanspruche, die konservative Alternative zu Mitt Romney zu sein. Ich stehe hier, um die konservative Alternative zu Barack Obama zu sein", sagte Santorum bei seiner Siegesrede in Saint Charles in Minnesota. Romney vertrete im Kern die gleichen Positionen wie der Demokrat im Weißen Haus, kritisierte Santorum.
Als aussichtsreichster Anwärter gilt trotz seines Abschneidens am Dienstag weiter Mitt Romney. Das Ergebnis zeigt Experten zufolge jedoch, dass insbesondere die konservativen Anhänger der Partei weiter ernste Bedenken gegen seine Kandidatur haben. Die nächste großen Abstimmungen gibt es am 28. Februar in Arizona und Michigan.
(APA/dpa/ag.)

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