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Iran lässt Atom-Experten nicht auf Militär-Anlage

03.02.2012 - 18:31
Polizei im Großeinsatz bei Münchner Sicherheitskonferenz© APA (epa)Polizei im Großeinsatz bei Münchner Sicherheitskonferenz

Der Iran hat UN-Atomkontrolloren nach Angaben von Diplomaten den Zugang zu einer verdächtigen Militäranlage verwehrt. Die Experten der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) hätten bei ihrem dreitägigen Besuch Ende Jänner die Anlage Parchin südöstlich der Hauptstadt Teheran untersuchen wollen, auf ihr Gesuch aber keine Antwort erhalten, sagten mehrere westliche Vertreter am Freitag.

Die Islamische Republik habe die Anfrage nicht direkt abgelehnt, sei ihr aber ausgewichen. Die Diplomaten widersprachen damit der iranischen Darstellung, nach denen die Gespräche "konstruktiv" verlaufen seien. Iranische Regierungsvertreter waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Für den 21. und 22. Februar sind weitere Gespräche der Inspektoren mit der Führung in Teheran geplant.

Der Komplex in Parchin steht seit längerem im Visier der Atombehörde. In einem IAEA-Bericht hieß es, der Iran habe hier große Anlagen für Sprengtests gebaut. Die Behörde sah "klare Hinweise für die mögliche Entwicklung von Waffen".

Panetta forderte unterdessen die internationale Gemeinschaft zur Geschlossenheit auf. Dies sei derzeit "das Wichtigste", um den Druck auf den Iran aufrechtzuerhalten und das Land zu überzeugen, keine Atomwaffen zu entwickeln, sagte Panetta bei einem Besuch auf dem US-Militärstützpunkt in Ramstein am Freitag. Durch die Sanktionen gebe es bereits einen "enormen Druck" auf den Iran, der aufrechterhalten werden müsse. Dennoch blieben "alle Optionen auf dem Tisch", auch ein Militäreinsatz.

Am Nachmittag wurde in München die hochkarätig besetzte Sicherheitskonferenz eröffnet. Auch dort wird - neben der Schuldenkrise und dem Krieg in Afghanistan - der Atomstreit mit dem Iran Thema sein. Zu den prominentesten Teilnehmern zählen US-Außenministerin Clinton, US-Verteidigungsminister Panetta, der russische Außenminister Lawrow und NATO-Generalsekretär Rasmussen.

(APA/dpa/ag.)

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