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Äußerung über Arme bringt Romney in Bedrängnis

02.02.2012 - 22:25
Mitt Romney trat in Fettnäpfchen© APA (epa)Mitt Romney trat in Fettnäpfchen

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney hat nach seinem Vorwahlsieg in Florida mit einer Äußerung über sozial Schwache für Empörung gesorgt. Der Multimillionär sagte dem TV-Sender CNN, er sorge sich nicht um die "sehr Armen", sondern um die Mittelschicht. Unterdessen mischt sich Immobilienmogul Donald Trump wieder in das Nominierungsrennen ein und unterstützt ab sofort Romney.

"Ich bin um die sehr Armen nicht besorgt. Wir haben ein Sicherheitsnetz. Und wenn das repariert werden muss, werde ich es reparieren", sagte Romney am Mittwoch. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts ergänzte: "Ich bin besorgt um das Herz von Amerika - die 90 bis 95 Prozent der Amerikaner, die derzeit kämpfen müssen."

Romney hatte mit einem klaren Erfolg bei den Vorwahlen am Dienstag in Florida wieder vollen Kurs auf die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei genommen. Im Wahlkampf unterliefen ihm bereits mehrfach fragwürdige Aussagen, die den früheren Chef einer Investmentfirma abgehoben erscheinen ließen. So bezeichnete er seine Redehonorare in Höhe von 374.000 Dollar (284.000 Euro) als "nicht viel". Der Multimillionär war auch in die Kritik geraten, weil er in den vergangenen Jahren auf seine Einkünfte nicht einmal 15 Prozent Steuern gezahlt hatte.

Romneys schärfster innerparteilicher Rivale, Newt Gingrich, reagierte prompt auf die Äußerungen des Ex-Gouverneurs. "Ich habe genug von Politikern beider Parteien, die zwischen Amerikanern unterscheiden", sagte Gingrich. Er wolle der Präsident aller US-Bürger sein: "Ich interessiere mich für alle Amerikaner." Die nächsten Vorwahlen finden am Samstag in Nevada und in Maine statt.

Immobilien-Tycoon Donald Trump mischt sich indes in den Vorwahlkampf ein. Überraschend gab der Bauunternehmer, der selbst einmal mit einer Kandidatur geliebäugelt hatte, eine Wahlempfehlung für Mitt Romney ab. "Ich habe die Ehre und das Privileg, Unterstützung für Mitt Romney bekanntzugeben", sagte der 65-jährige Multimilliardär am Donnerstag.

(APA/ag.)

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