Mit einem deutlichen Sieg in Florida hat Romney wieder die Favoritenrolle im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner in den USA übernommen. Romney gewann die Vorwahlen in dem bevölkerungsreichen Staat am Dienstag mit 14 Prozent Vorsprung auf seinen Rivalen Gingrich. Während der Ex-Gouverneur von Massachusetts von einem "großartigen Sieg" sprach, gab sich Gingrich kämpferisch.
Nach Auszählung aller Stimmen erhielt Romney 46 Prozent. Gingrich, der mit einem Sieg bei den Vorwahlen in South Carolina vor gut einer Woche das Rennen wieder spannend gemacht hatte, kam dagegen nur auf 32 Prozent. Auf den christlich-konservativen Ex-Senator Santorum entfielen 13, auf den ultra-liberalen, texanischen Abgeordneten Paul sieben Prozent.
Trotz der Schlammschlacht der vergangenen Tage prophezeite Romney in seiner Siegesrede, dass die Republikaner geschlossen in den Wahlkampf gegen Präsident Obama im Herbst gehen würden. "Eine konkurrenzbetonte Vorwahl bringt uns nicht auseinander", sagte der Ex-Gouverneur. "Sie bereitet uns vor, und wir werden gewinnen." An die Adresse des Demokraten Obama fügte er vor seinen Anhängern in Tampa hinzu: "Jetzt ist es Zeit für Sie, zur Seite zu treten."
Der Multimillionär Romney hatte seine Attacken gegen Gingrich verschärft, nachdem der Ex-Chef des Repräsentantenhauses ihm in Umfragen auch in Florida gefährlich geworden war. Mit einer Flut an TV- und Radiospots rückte der Ex-Gouverneur seinen Kontrahenten in ein schlechtes Licht. Gingrich konnte dagegen nur einen Bruchteil der Ausgaben des finanzstarken Romney-Lagers in Wahlspots stecken. Gingrich warf Romney dafür immer wieder dessen frühere Tätigkeit als Unternehmerberater vor, bei der er Firmen stillgelegt, Jobs vernichtet und dabei selbst Millionen verdient habe.
Ungeachtet der Niederlage in Florida zeigte sich Gingrich überzeugt, dass er weiter gute Chancen auf die Nominierung der Republikaner habe. Mit dem Ergebnis in Florida sei nun "klar", dass der Kampf um die Kandidatur zwischen ihm und Romney ausgetragen werde, sagte er. Santorum erklärte jedoch umgehend, dass er das konservative Feld nicht Gingrich überlassen werde. Auch Paul will weiter im Rennen bleiben.
(APA/dpa/ag.)

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