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Romney attackiert Gingrich zunehmend schärfer

29.01.2012 - 04:47
Romney bei seinem Auftritt in Panama City© APA (EPA)Romney bei seinem Auftritt in Panama City

Kurz vor der nächsten Etappe im Vorwahl-Rennen der US-Republikaner in Florida setzt Mitt Romney seinen Rivalen Newt Gingrich mit einem aggressiven Wahlkampfstil immer mehr zu. Der frühere Gouverneur von Massachusetts, der in Umfragen zulegte, warf Gingrich am Samstag ein Scheitern als früherer Chef des Repräsentantenhauses vor. Gingrich will auch im Fall einer Niederlage in Florida weiterkämpfen.

Nachdem Romney in seiner Wahlkampfführung lange eine Schlammschlacht mit seinen innerparteilichen Kontrahenten zu vermeiden suchte und seine Attacken auf Präsident Barack Obama konzentrierte, packte er Gingrich nun nicht mehr mit Samthandschuhen an. Romney nannte Gingrich in Panama City im Norden Floridas einen "großartigen Jungen mit viele großartigen Ideen", der als Führungsfigur der Republikaner während seiner Zeit als Repräsentantenhaus-Chef in den 90er Jahren jedoch gescheitert sei. "Er ist nicht der Anführer, den wir in diesen schwierigen Zeiten brauchen", sagte der Ex-Gouverneur.

In diesem Zusammenhang erinnerte Romney daran, dass Gingrich wegen Verstößen gegen die ethischen Richtlinien des Kongresses zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden war. "In Ungnade gefallen musste er schließlich zurücktreten", sagte Romney. Sein Lager schaltete am Samstag in ganz Florida zudem einen neuen Wahlspot, der diese Botschaft enthielt.

Gingrich hatte die letzten Vorwahlen vor einer Woche in South Carolina klar gewonnen und war anschließend auch in den Umfragen in Florida an die Spitze geschossen. Mittlerweile lag der Webseite realclearpolitics.com zufolge im Schnitt aber wieder Romney mit 39 Prozent vor Gingrich, der auf 31 Prozent kommt. Der christlich-konservative Ex-Senator Rick Santorum und der texanische Abgeordnete Ron Paul waren mit elf beziehungsweise knapp zehn Prozent abgeschlagen. Bei den Vorwahlen am Dienstag sind alle republikanischen Parteimitglieder in dem bevölkerungsreichen Staat zur Stimmabgabe aufgerufen.

(APA/ag.)

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