US-Verteidigungsminister Panetta hat erstmals öffentlich eingestanden, dass ein pakistanischer Arzt den USA vor dem Angriff auf Osama bin Laden wichtige Informationen geliefert hat. Shakil Afridi hatte im Auftrag der CIA Impfungen durchgeführt, um so an DNA zu gelangen, um die Identität Bin Ladens zu bestätigen. In Pakistan wurde Afridi deswegen jetzt wegen Landesverrats angeklagt.
Panetta sagte dem US-Sender CBS, Afridi habe sich in keiner Weise Pakistan gegenüber verräterisch verhalten. Der Kampf gegen den Terrorismus sei sowohl im Interesse der USA als auch Pakistans.
Zugleich sagte der US-Verteidigungsminister, er sei noch immer überzeugt, dass pakistanische Beamte über Bin Ladens Versteck Bescheid wussten. Geheimdienstinformationen zufolge flogen pakistanische Militärhubschrauber über den Wohnkomplex Bin Ladens in Abbottabad. Laut Panetta muss es Kenntnisse darüber gegeben haben, was in dem Anwesen vor sich ging. Der Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida war Anfang Mai des vergangenen Jahres in Abbottabad bei einem Spezialeinsatz von US-Elitetruppen getötet worden.
(APA/ag.)

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