Quelle: ZAMG

Trump gibt sich trotz Drohungen aus Nordkorea gelassen

30.04.2017 - 13:02
Der US-Präsident bleibt seiner Linie treu© APA (AFP)Der US-Präsident bleibt seiner Linie treu

Trotz einer erneuten Provokation Nordkoreas mit einem weiteren Raketenstart gibt sich US-Präsident Donald Trump demonstrativ gelassen. Bei einer Kundgebung zu seinem 100. Tag im Amt in Harrisburg in Pennsylvania verwies Trump am Samstagabend (Ortszeit) darauf, dass Peking den USA helfe, den Konflikt zu lösen.

China übe Druck auf Nordkorea aus, um das isolierte kommunistische Regime von weiteren Provokationen abzuhalten. Man werde sehen, was passiere, fügte Trump hinzu. Dennoch warnte Trump den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un vor weiteren Provokationen. "Ich wäre nicht glücklich, sollte er einen Atomtest unternehmen", sagte der US-Präsident in einem Interview des Senders CBS. Auf die Frage, ob er damit eine militärische Reaktion meine, sagte Trump lediglich: "Ich weiß nicht. Wir werden sehen."

Trump lobte erneut seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Auch Xi setze Nordkorea unter Druck, sagte Trump CBS in dem Interview, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte. Über einen erneuten Atomwaffentest Nordkoreas "wäre ich nicht froh", sagte Trump. "Und ich glaube auch nicht, dass der chinesische Präsident, der ein sehr angesehener Mann ist, froh wäre", fügte er hinzu.

China ist der engste Verbündete Nordkoreas. Die US-Regierung hatte Peking zuletzt dazu gedrängt, eine Abkehr Pjöngjangs von seinem Atom- und Raketenprogramm zu erzwingen. Trump warnte wiederholt, die USA würden notfalls im Alleingang gegen Nordkorea vorgehen. Militärische Maßnahmen schloss er dabei nicht aus.

Nordkorea hatte Samstag früh eine Rakete gestartet. Der Test schlug aber nach Darstellung Südkoreas fehl. Die Rakete habe nach dem Start nördlich der Hauptstadt Pjöngjang eine Höhe von höchstens 71 Kilometern erreicht, bevor sie in der Luft auseinandergebrochen sei, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Das südkoreanische Außenministerium warf Nordkorea eine Provokation vor. Mit dem Test habe das Nachbarland erneut gegen UNO-Resolutionen verstoßen, die Pjöngjang den Start ballistischer Raketen verbieten. 

Die nationalen Sicherheitsberater der USA und Südkoreas, Herbert Raymond McMaster und Kim Kwan-jin, bekräftigten am Sonntag in einem Telefongespräch, den Druck auf Nordkorea zusammen mit China und der übrigen internationalen Gemeinschaft erhöhen zu wollen. Trumps Sicherheitsberater habe die Versicherung des US-Präsidenten übermittelt, dass die USA "zu 100 Prozent" hinter Südkorea stünden, sagte ein Sprecher des Präsidialamts in Seoul. Das Bündnis der beiden Länder betrachte Trump als "die solideste Allianz" in der Region. 

Die Staats- und Regierungschefs der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (ASEAN) äußerten sich bei einem Gipfeltreffen in Manila "extrem beunruhigt". Nordkorea müsse alles unterlassen, was den Frieden gefährde. Zugleich appellierte der Gastgeber, der philippinische Präsident Rodrigo Duterte, aber auch an die USA, "vorsichtig und geduldig" zu sein.

Papst Franziskus warnte vor einer Eskalation der Krise. "Ich rufe immer dazu auf, die Probleme auf diplomatischem Weg zu lösen", sagte das Oberhaupt der Katholiken am Samstag im Flugzeug auf dem Rückweg von Kairo nach Rom. "Denn ein erweiterter Krieg würde heute (...) einen guten Teil der Menschheit, der Kultur zerstören. Alles, alles. Es wäre schrecklich. Ich glaube, die Menschheit könnte das heute nicht aushalten."

In Südkorea wurde

(APA/ag.)

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