Quelle: ZAMG

Kongolesische Soldaten bereiten sich auf Krieg vor

29.11.2012 - 16:01
Unklarheit über geforderten Abzug der Rebellen© APA (Archiv/epa)Unklarheit über geforderten Abzug der Rebellen

Die Lage im Osten des Kongo spitzt sich zu. Tausende Regierungssoldaten versammelten sich Augenzeugen zufolge am Donnerstag in der Stadt Minova etwa 50 Kilometer südwestlich der von Rebellen besetzten Provinzhauptstadt Goma. "Es kann nicht immer weiter verhandelt werden. Es wird jetzt einen Krieg geben, der endlich zum Frieden im Kongo führt", sagte der Chef der Regierungstruppen FARDC.

"Es ist genug. Ich habe darum gebeten, dass wir uns auf einen Krieg vorbereiten dürfen", sagte General Francois Olenga. Indessen herrschte weiter Unklarheit über den geforderten Abzug der Rebellenbewegung M23 aus den besetzten Gebieten. Bereits am Mittwoch hatten Anführer der Gruppe betont, sie bereiteten sich auf einen schrittweisen Rückzug aus Goma und dem nahe liegenden Sake vor. Sie hatten die Städte in der vergangenen Woche erobert. Obwohl sich die Situation für die Bevölkerung normalisierte und etwa in Goma Schulen und Geschäfte wieder öffneten, blieb der angekündigte Rückzug aber zunächst aus.

Die humanitäre Lage bleibt weiter katastrophal. "Zehntausende Menschen werden immer wieder neu vertrieben. Sie leiden nicht nur unter schwerstem Hunger, sondern auch unter der extremen Gewalt", sagte Dominic Keyzer von der Hilfsorganisation World Vision in Goma. "Die an diesem Konflikt beteiligten Parteien müssen sicherstellen, dass humanitäre Organisationen die Betroffenen erreichen und sie mit lebensrettenden Hilfen versorgen können", hieß es weiter.

(APA/ag.)

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