Quelle: ZAMG

Konfusion um Abzug der Rebellen aus Ostkongo

28.11.2012 - 18:08
Aus Goma wollen Rebellen erst später abziehen© APA (Archiv/epa)Aus Goma wollen Rebellen erst später abziehen

Um den Abzug der Rebellen aus besetzten Gebieten im Ostkongo gibt es weiter Konfusion. Offenbar herrscht unter den Anführern der sogenannten Bewegung M23 Uneinigkeit über die Strategie und den Zeitplan für den Rückzug. Ein Militärführer der Stadt Sake sagte, er habe keinen Befehl zum Rückzug erhalten. "Wir verlassen Sake, wir verlassen Masisi", sagte dagegen ein anderer Militärführer am Mittwoch.

Aus der Millionenstadt Goma würden sich die Aufständischen zu einem späteren Zeitpunkt zurückziehen, so der Anführer. Ein anderer Militärführer in der Stadt Sake sagte hingegen der Nachrichtenagentur dpa: "Wir haben keine Befehle für einen Abzug erhalten und bleiben erstmal hier." Die Rebellen hatten in der vergangenen Woche Goma an der Grenze zu Ruanda erobert und die Einnahme des ganzen rohstoffreichen Landes in Zentralafrika angestrebt.

Der mögliche Rebellenabzug ist das Ergebnis einer von Uganda vermittelten Vereinbarung. Die Regionalmächte befürchten einen Rückfall der Unruheregion in eine auch für angrenzende Länder gefährliche Gewalt-Spirale. In den vergangenen fast zwei Jahrzehnten wurden bei Konflikten rund fünf Millionen Menschen getötet.

Experten der Vereinten Nationen und die kongolesische Regierung sind überzeugt, dass die Rebellen von Ruanda unterstützt werden. Die dortige Regierung bestreitet das.

Der UNO-Sicherheitsrat hat unterdessen die Sanktionen gegen die Demokratische Republik Kongo erneut verlängert. Bis zum 1. Februar 2014 bleiben Waffenlieferungen an das zentralafrikanische Land verboten. Das entschied das mächtigste UN-Gremium am Mittwoch in New York in einer einstimmig verabschiedeten Resolution.

Unter anderem bleiben zudem auch Auslandskonten eingefroren, Reisebeschränkungen für die Führer der militanten Gruppen gelten weiter. Der Sicherheitsrat zeigte sich in der Resolution zudem erneut stark besorgt über von der Rebellengruppe M23 verübte Menschenrechtsverletzungen.

(APA/dpa/ag.)

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