Quelle: ZAMG

AU hofft auf Durchbruch mit Ostkongo-Rebellen

26.11.2012 - 21:48
M23 Rebellen kontrollieren Goma noch© APA (Archiv/epa)M23 Rebellen kontrollieren Goma noch

Die Afrikanische Union (AU) ist optimistisch, dass bei den Gesprächen mit den Rebellen im Ostkongo ein Durchbruch bevorsteht. Der Friedens- und Sicherheitsrat der Staatengemeinschaft (AUPSC) sei zuversichtlich, dass die Regierung in Kinshasa bereit ist "die Beschwerden der Rebellen anzuhören, abzuwägen und anzugehen", hieß es am Montag nach einem Krisentreffen in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba.

"Wir haben die Hoffnung, dass dieser Verhandlungsprozess in zwei Wochen abgeschlossen sein wird", sagte der für Sicherheit und Frieden zuständige Kommissar, Ramtane Lamamra, der Nachrichtenagentur dpa. Er fügte hinzu, dass die Rebellen "prinzipiell" den Forderungen zugestimmt hätten, die die Internationale Konferenz der Großen Seen Afrikas (ICGLR) am Wochenende nach einem Gipfeltreffen im ugandischen Kampala gestellt hatten.

Unterdessen lief am Abend ein Ultimatum der ICGLR aus: Diese hatte den Rebellen eine Frist bis zum Montagabend gesetzt, um sich aus der Provinzhauptstadt Goma zurückzuziehen - andernfalls drohe ein regionaler Militäreinsatz. Nach Angaben von Beobachtern herrschte in der Stadt gespannte Ruhe. Lamamra betonte jedoch, dass sich die Bedingungen mittlerweile geändert hätten: Gegenwärtig gebe es eine "dynamische Situation", die Verhandlungen dauerten an.

Nach Angaben der Hilfsorganisation World Vision war am Montag auch der Flughafen von Goma geschlossen. "Es sind derzeit keine Hilfsflüge möglich." Die humanitäre Lage für die Bevölkerung in der Region sei "verheerend". Besonders schlimm betroffen seien die Kinder, die teilweise stark unterernährt sind. "Viele zeigen die typischen aufgeblähten Bäuche, die auf mangelnde Ernährung hinweisen, viele Kinder weinen vor Hunger", sagte Dominic Keyzer, der im Kongo für die Organisation tätig ist.

(APA/dpa)

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