Der Syrien-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi dringt auf einen raschen Waffenstillstand. Brahimi brachte die Forderung, während des islamischen Opferfestes die Waffen in der kommenden Woche schweigen zu lassen, am Samstag bei einem Gespräch mit dem syrischen Außenminister Walid al-Mualem in Damaskus vor.
Der bisher letzte Waffenstillstand war im April nach wenigen Tagen gescheitert. Brahimis Vorgänger Kofi Annan, der die damalige Feuerpause vermittelt hatte, trat kurz darauf zurück. Die neuerlichen Forderungen nach einer Waffenruhe werden von den USA und Syriens Nachbarn Türkei unterstützt. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums rief am Freitag sowohl die syrische Regierung unter Präsident Assad als auch die bewaffnete Opposition zu einer Feuerpause auf. Die syrische Regierung hat bisher hingegen zurückhaltend auf den Vorstoß des Beauftragten von UNO und Arabischer Liga reagiert und verlangt Garantien, dass die Aufständischen Bewegungen der Armee duldet.
An der Autobahn zwischen Damaskus und der Wirtschaftsmetropole Aleppo tobten unterdessen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte heftige Kämpfe. Im Feuer der Regierungstruppen hätten die von Rebellen eingenommene Stadt Maarat al-Numan und benachbarte Dörfer in der Provinz Idlib gelegen, teilte die oppositionelle Gruppe mit Sitz in London mit.
Bei dem seit 19 Monaten andauernden Aufstand gegen Präsident Bashar al-Assad sind inzwischen rund 30.000 Menschen getötet worden. Die UNO rechnet mit rund 700.000 Flüchtlingen aus Syrien bis Jahresende. Der Konflikt hatte sich zuletzt auch zu einem bewaffneten Konflikt zwischen Syrien und seinem Nachbarn Türkei ausgeweitet.
(APA/ag.)







