Quelle: ZAMG

Dutzende Tote und Verletzte bei Anschlägen im Irak

20.03.2012 - 18:20
Autobombe explodierte in Bagdad© APA (epa)Autobombe explodierte in Bagdad

Bei einer neuen Anschlagsserie im Irak sind am Dienstag mindestens 56 Menschen getötet worden. Durch die koordinierten Anschläge in insgesamt 13 Städten wurden mehr als 150 weitere Menschen verletzt, wie Behörden und Spitäler mitteilten. Die mindestens 26 Angriffe ereigneten sich am neunten Jahrestag des Einmarsches der US-Armee in den Irak und kurz vor dem Gipfel der Arabischen Liga Ende März.

Die blutigsten Anschläge ereigneten sich in der den Schiiten heiligen Stadt Kerbala südlich von Bagdad, wo mindestens 13 Menschen bei zwei Detonationen getötet wurden, sowie im nordirakischen Kirkuk, wo es ebenfalls 13 Todesopfer gab. Unter den Opfern in Kerbala waren auch fünf iranische Pilger, wie das örtliche Gesundheitsamt mitteilte. Bei den Todesopfern in Kirkuk handelte es sich ausschließlich um Polizisten, wie ein Beamter sagte.

Vor dem Außenministerium in Bagdad explodierte eine Autobombe, durch die mindestens drei Menschen getötet wurden, wie aus Beamtenkreisen verlautete. Im Stadtzentrum wurden vier weitere Menschen durch die Explosion einer Autobombe getötet und acht weitere verletzt, wie Mediziner und Sicherheitsbeamte erklärten. Im Westen der Hauptstadt wurden in der Früh drei Polizisten von bewaffneten Unbekannten getötet, wie es aus Sicherheitskreisen hieß.

Weitere Bombenanschläge gab es in der westlichen Stadt Ramadi, wo zwei Zivilisten getötet wurden. Der Anschlag richtete sich nach Polizeiangaben gegen eine Armeepatrouille. In der nördlichen Provinz Salaheddin wurden laut Polizei bei einem Anschlag vier Menschen getötet, darunter ein Beamter. In Hilla starben zwei Menschen bei der Explosion einer Autobombe.

Der Irak erlebt nach dem Abzug der letzten US-Truppen aus dem Land im vergangenen Dezember eine schwere politische Krise, die von Differenzen zwischen Schiiten und Sunniten geprägt ist.

(APA/ag.)

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