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Peking gibt Tibetern Schuld an Ausschreitungen

01.02.2012 - 12:15
Separatisten sollen den "Hass schüren"© APA (Archiv/epa)Separatisten sollen den "Hass schüren"

Nach dem Tod zweier Tibeter durch Schüsse der chinesischen Sicherheitskräfte auf Protestierende hat sich die Führung in Peking zu Wort gemeldet. "Die Separatisten schüren Hass unter den Menschen", verkündeten staatliche Medien. "Die Separatisten stachelten die Menge mit Slogans an, mit dem Hochhalten von Bannern in belebten Gebieten wurden Menschen aufgefordert, sich den Protesten anzuschließen."

"Kurz darauf kam es zu Gewaltübergriffen", erklärte das Informationsbüro der Regierung gegenüber der englischsprachigen Pekinger Tageszeitung "China Daily". Tibetische Gruppen meldeten den Tod von sieben Tibetern und Dutzende Verletzte bei Eingriffen der Polizei in die Demonstrationen. Offiziell von der Regierung bestätigt wurden bisher zwei Tote. Wie Chinas Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, handelte die Polizei aus Notwehr, nachdem Angriffe auf die Polizeistationen erfolgten.

Urheber der seit vergangener Woche stattfindenden Proteste gegen die chinesische Herrschaft sind laut der Öffentlichkeitsabteilung der Kommunistischen Partei "verschwörerische Nachmacher" der tödlichen Aufstände von 2008. Damals waren laut offiziellen Angaben über 80 Tote zu beklagen. Das Informationsbüro der Regierung in der Provinz Sichuan spricht gegenüber "China Daily" von "Beweisen, die zeigen, dass die derzeitigen Gewaltübergriffe in Tibet seit langem geplant waren".

(APA/ag.)

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