Wien Wolkig Nebel 15.7°C
Quelle: ZAMG

Relevante Jobs

Bildergalerien

Pakistanische Armee unterstützt offenbar Taliban

01.02.2012 - 09:52
Taliban bleiben weiter aggressiv© APA (Archiv/epa)Taliban bleiben weiter aggressiv

Die NATO hat offenbar Beweise dafür, dass pakistanische Sicherheitskräfte direkte Unterstützung für die Taliban in Afghanistan leisten. Das gehe aus einem geheimen NATO-Bericht hervor, in den die BBC Einsicht genommen habe, berichtete der britische Sender BBC am Dienstagabend. Offiziell bestreitet die pakistanische Regierung jede Zusammenarbeit mit den Taliban.

Der Bericht basiere auf 27.000 Verhören von Taliban-Kämpfern und Al-Kaida-Mitgliedern, so die BBC. Demnach bleiben die Taliban weiter aggressiv. Sie könnten auf die Unterstützung weiter Teile der afghanischen Bevölkerung bauen. Pakistan wisse über den Aufenthaltsort führender Taliban bescheid. Der NATO-Bericht zeige erstmals auf, wie eng die Bande zwischen dem pakistanischen Geheimdienst ISI und den Taliban wirklich seien. Zuvor waren bereits französische Geheimdienstberichte bekanntgeworden, die zu ähnlichen Ergebnissen gekommen waren.

In dem Bericht, den ein NATO-Sprecher gegenüber der BBC als "nicht für die Öffentlichkeit bestimmt" eingestuft hatte, wird auch dargelegt, wie stark afghanische Truppen und Polizeieinheiten mit den Aufständischen verflochten sind. Während der Einfluss des Terrornetzwerks Al-Kaida schwinde, steige jener der Taliban immer weiter. Besonders dort, wo sich die Internationale Afghanistan Schutztruppe ISAF zurückziehe.

Laut einem US-Militärbericht bereiten die Taliban nach dem Abzug der ausländischen Truppen ihre Machtübernahme vor. Sobald die NATO-Truppe ISAF keinen Einfluss mehr habe, würden die Taliban ihren Sieg als "unabwendbar" ansehen, zitierte die britische Zeitung "Times of London" am Mittwoch aus dem Bericht.

Unterdessen berichtete ein Militärvertreter von einem bei Luftangriffen der pakistanischen Armee bei denen mindestens 20 Kämpfer der radikalislamischen Taliban getötet wurden. Die Kampfflugzeuge hätten am Mittwoch Verstecke der Rebellen im Bezirk Orakzai angegriffen und mindestens vier davon zerstört.

(APA/dpa)

Home
Meinung
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech