Quelle: ZAMG

Etwa 162.000 Tote während US-Einsatzes im Irak

02.01.2012 - 17:14
80 Prozent der Opfer waren Zivilisten© APA (Archiv/epa)80 Prozent der Opfer waren Zivilisten

Während des nahezu neun Jahre dauernden Einsatzes der US-Armee im Irak sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten in dem Land etwa 162.000 Menschen getötet worden. Bei knapp 80 Prozent der Todesopfer habe es sich um Zivilisten gehandelt, teilte die in Großbritannien ansässige Organisation Iraq Body Count (IBC) am Montag mit.

Allein im vergangenen Jahr, zu dessen Ende die letzten US-Soldaten aus dem Irak abgezogen waren, seien rund 4000 Zivilisten getötet worden. Den Angaben zufolge starben seit dem Einmarsch der US-Armee im März 2003 mehr als 9000 irakische Polizisten und fast 4500 US-Soldaten eines gewaltsamen Todes. Die Zahl der getöteten Kinder lag demnach bei mindestens 3900. In der Hauptstadt Bagdad habe die Zahl der Todesopfer zweieinhalbfach über dem Landesdurchschnitt gelegen.

IBC bezieht sich den Angaben zufolge auf eigene Zählungen, offizielle Zahlen der irakischen Regierung und der US-Armee sowie Berichte der Internetplattform Wikileaks. Die im Jänner 2003 von Menschenrechtsaktivisten aus den USA und Großbritannien gegründete Organisation legt regelmäßig Opferzahlen für den Irak vor, welche die offiziellen Angaben häufig übersteigen.

(APA/ag.)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech