Quelle: ZAMG

Nordkoreas Militär annulliert Sicherheitspakt

27.05.2010 - 13:32
Südkorea zeigt militärische Stärke© APA (epa)Südkorea zeigt militärische Stärke

Nordkoreas Armee hat ein Sicherheitsabkommen mit Südkorea zur Verhinderung bewaffneter Zusammenstöße auf hoher See annulliert. Alle mit Südkorea getroffenen Vereinbarungen zur Vermeidung unbeabsichtigter Konflikte würden komplett für "null und nichtig" erklärt, hieß es am Donnerstag. Südkoreanische Schiffe, die die Demarkationslinie im Gelben Meer verletzten, würden demnach sofort angegriffen.

Die chinesische Regierung hat es unterdessen abgelehnt, sich den Schlussfolgerungen der internationalen Ermittlerkommission anzuschließen und Nordkorea die Schuld für den Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan" anzulasten. Das Außenministerium in Peking erklärte, die Angelegenheit sei sehr kompliziert. Man wolle Informationen von allen Seiten prüfen. Seit dem Untergang der Sowjetunion ist die Volksrepublik China der einzige wichtige Verbündete Pjöngjangs.

Die Erklärung der nordkoreanischen Volksarmee verbreiteten die Staatsmedien, während die südkoreanische Marine vor der Westküste ein Seemanöver abhielt. Ausgangspunkt des Konflikts ist die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes vor zwei Monaten im Gelben Meer. Südkorea macht den Norden für den Untergang verantwortlich. Nordkorea bestreitet, das Schiff versenkt zu haben. Bei dem Zwischenfall waren 46 Menschen ums Leben gekommen.

Die südkoreanische Marine organisierte ein großes Seemanöver, um nach den Drohungen aus Pjöngjang militärische Stärke zu demonstrieren. Rund zehn Schiffe, darunter ein 3000 Tonnen schwerer Zerstörer und drei Patrouillenschiffe, nahmen an der eintägigen Übung teil, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag unter Berufung auf Militärkreise meldete. Das Verteidigungsministerium wollte keine näheren Angaben machen.

(APA/dpa/ag.)

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