Quelle: ZAMG

48 Millionen Kinder in Krisengebieten brauchen Hilfe

30.01.2018 - 13:07
Millionen Kinder leben in bitterster Armut© APA (AFP/Symbolbild)Millionen Kinder leben in bitterster Armut

Rund 48 Millionen Kinder sind laut UNICEF weltweit in Kriegs- und Krisengebieten auf Hilfe angewiesen. Fast jedes vierte Kind wächst derzeit in einem Land auf, das unter bewaffneten Konflikten oder Katastrophen leidet. Das UNO-Kinderhilfswerk rief daher am Dienstag in einem weltweiten Appell um Spenden von rund 3,6 Milliarden US-Dollar auf, um Kindern in 51 Ländern zu helfen.

1,3 Mrd. Dollar allein werden für die Kinder in Syrien und seinen Nachbarländern benötigt, gefolgt von der Hilfe im Jemen, in der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan und für die Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch. Konfliktparteien würden vielfach eine eklatante Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben von Kindern zeigen, kritisierte UNICEF in einer Aussendung.

Kinder würden nicht nur unter direkten Beschuss geraten, ihnen würden auch grundlegende Leistungen verwehrt, wenn Schulen, Krankenhäuser und zivile Infrastruktur beschädigt oder zerstört werden. "Kinder leiden am meisten, wenn durch Konflikte oder Naturkatastrophen die soziale und medizinische Grundversorgung zusammenbricht oder plötzlich kein Zugang zu Trinkwasser mehr besteht. Wenn die internationale Gemeinschaft nicht umgehend handelt, um diese Kinder zu schützen und lebensrettende Hilfe bereitzustellen, sehen sie einer trostlosen Zukunft entgegen", forderte Manuel Fontaine, Leiter der UNICEF-Nothilfeprogramme.

Eine der größten Bedrohungen für das Leben von Mädchen und Buben in Krisengebieten ist laut UNICEF die Verbreitung von Krankheiten aufgrund von verunreinigtem Wasser. Da Wasserwerke, Versorgungsleitungen oder andere kritische Infrastruktur zerstört werden oder der Zugang zu Trinkwasser verweigert wird, bleibt vielen Kindern nichts anderes übrig, als verschmutztes Wasser zu trinken.

Häufig werden Familien auch in Gebiete vertrieben, in denen es keine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser und sanitären Einrichtungen gibt. Für Mädchen und Frauen sind dies zusätzliche Belastungen, da es oft zu ihren Aufgaben gehört, für ihre Familien Trinkwasser zu holen - auch in gefährlichen Situationen. In vielen Konfliktgebieten würden mehr Kinder an den Folgen von Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden, sterben als durch direkte Gewalt, so Fontaine.

(APA)

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