Quelle: ZAMG

45 Tote bei Autobombenanschlag in Bagdad

16.02.2017 - 18:31
Die Bombe explodierte in einem geparkten Auto© APA (AFP)Die Bombe explodierte in einem geparkten Auto

Bei einem Autobombenanschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Donnerstag mindestens 45 Menschen getötet worden. Dies teilte die Polizei am Donnerstagabend mit. Mehr als 60 Menschen wurden demnach verletzt. Der Anschlag wurde in der Umgebung eines belebten Marktes verübt. Die Bombe sei in einem geparkten Auto explodiert, berichtete der Sprecher einer Sicherheitsbehörde weiter.

Die sunnitische Terrormiliz IS reklamierte über ihr Sprachrohr Amak die Tat, die auf Schiiten abgezielt habe, für sich. Es handelte sich um den schwersten Terrorangriff in Bagdad in diesem Jahr.

Die Bombe explodierte in einem geparkten Auto im südwestlichen Stadtteil Al-Bajaa. In dieser Gegend gibt es nach den Worten des Sprechers viele Autoläden. Die sunnitische Terrormiliz IS reklamierte über ihr Sprachrohr Amak die Tat, die auf Schiiten abgezielt habe, für sich.

Die irakische Hauptstadt war in den vergangenen Monaten immer wieder Ziel von Anschlägen des IS. Die Extremisten stehen wegen einer Militäroffensive auf ihre Hochburg Mosul im Norden des Landes unter Druck. Sie versuchen, die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten im Land anzuheizen und die fragile Sicherheitslage im Irak weiter zu destabilisieren. Die Jihadisten sehen die Angehörigen der schiitischen Konfession als Abtrünnige

Im Juli 2016 musste Innenminister Mohammed Al-Ghabban wegen der desaströsen Sicherheitslage in Bagdad zurücktreten. Damals starben bei einem Autobomben-Anschlag, zu dem sich der IS bekannte, fast 300 Menschen. Ende Jänner bestätigte das irakische Parlament mit Kasim Al-Arradschi von der schiitischen Badr-Organisation den neuen Leiter des Innenressorts.

In Mosul konnte die irakische Armee zuletzt einen Etappensieg feiern, als die Streitkräfte den gesamten Ostteil der Stadt eingenommen hatten. Der Kampf gegen den IS in der Stadt dürfte aber noch Wochen und Monate weitergehen.

(APA/dpa/ag.)

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