Quelle: ZAMG

Weltweit gedenken Christen der Kreuzigung Jesu

22.04.2011 - 14:54
Prozession in den engen Gassen Jerusalems© APA (epa)Prozession in den engen Gassen Jerusalems

Christen in der ganzen Welt haben am Karfreitag der Kreuzigung und des Todes Jesu gedacht. Der traditionelle Kreuzweg in Jerusalem wurde von starken Gewittern mit Hagelschauern beeinträchtigt, trotzdem kamen nach Angaben von Kathpress rund 50.000 Gläubige in die Altstadt. Am Abend folgt der traditionelle Kreuzweg am Kolosseum in Rom Papst Benedikt XVI.

Erstmals seit Jahren regnete es in Jerusalem am Karfreitag heftig, und es war ungewöhnlich kalt für die Jahreszeit. Statt der üblichen großen Holzkreuze trugen die Gläubigen Regenschirme und nur kleine Kreuze in der Hand. Die israelische Polizei bot nach eigenen Angaben 500 Sicherheitskräfte zur Sicherung der Prozessionen und Gottesdienste auf. Die Zugänge zur Grabeskirche werden in diesen Tagen weiträumig kontrolliert. Der Kreuzweg auf der Via Dolorosa gehört zu den festen Bräuchen der Jerusalemer Osterfeierlichkeiten.

Die religiösen Feierlichkeiten hatten in der Früh in der Grabeskirche mit einem Gebet begonnen. Der Lateinische Patriarch Fouad Twal kam mit etwa 400 Menschen in die Basilika, bevor die Türen wieder geschlossen wurden. Außerhalb der Kirche drängten sich noch mehrere hundert Gläubige. Die Kirche steht der Überlieferung nach an der Stelle, an der Jesus Christus ans Kreuz geschlagen und dann begraben wurde.

Besonders viele Touristen aus aller Welt waren heuer nach Jerusalem gereist. Der Ostertermin der Ost- und Westkirchen fällt in diesem Jahr nämlich trotz unterschiedlicher Kalendersysteme auf den gleichen Tag. Juden und Christen begehen zudem in diesem Jahr die Pessach-Christen feiern weltweit Karfreitag - Gewitter im Jerusalem Woche und die Karwoche zur gleichen Zeit.

Am Karfreitag beantwortete Benedikt XVI. im italienischen Fernsehen in der Religionssendung "A sua immagine" Zuschauerfragen - eine Premiere. Unter anderem hatten die Eltern eines Koma-Patienten nach dessen Seele und ein italienisch-japanisches Mädchen nach dem Sinn des Leiden gefragt. Am Gedenktag des Leidens und Sterbens Christi leitet Benedikt XVI. im Petersdom die von Stille und Ernst geprägte Karfreitagsliturgie mit der Zeremonie der Kreuzverehrung. Am Abend wollte er sich zum antiken Kolosseum begeben, um mit Zehntausenden Gläubigen symbolisch die 14 Stationen des Kreuzwegs Jesu zu meditieren. Die Texte dafür stammen heuer von der italienischen Ordensfrau Sr. Maria Rita Piccione.

(APA/dpa)

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