Beamte verdienen fast das Dreifache von Arbeitern - und der Wert ihres Einkommens hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich erhöht, während die Einkünfte der Arbeiter inflationsbereinigt sogar gesunken sind. Das geht aus dem Einkommensbericht für die Jahre 2008 und 2009 hervor, der heute vom Rechnungshof veröffentlicht wurde. Frauen kommen lediglich auf 81 Prozent des männlichen Einkommens.
Dieser Abstand gilt auch nur, wenn Vollzeitbeschäftigte verglichen werden. Nimmt man alle Beschäftigungsverhältnisse her, betrug das mittlere Einkommen der Frauen 2009 nur 60 Prozent des mittleren Männereinkommens. Das rührt daher, dass Teilzeitbeschäftigung in Österreich in erster Linie Frauensache ist. Nicht weniger als 87 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten sind weiblich. Immerhin 44 Prozent aller erwerbstätigen Frauen sind in solch einem Arbeitsverhältnis, während der Männeranteil nur sechs Prozent beträgt.
Am geringsten ist der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern im öffentlichen Dienst. Nimmt man die Vollzeitdienstverhältnisse her, gibt es praktisch überhaupt keine Differenz. Auch inklusive Teilzeit ist die Schere nicht allzu groß. Hier kommen Frauen auf 93 Prozent des Medianwerts der Männer.
Insgesamt ist es in Österreich finanziell nicht gerade das Schlechteste, im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Das mittlere Bruttojahreseinkommen von Beamten betrug 2009 47.848 Euro und lag damit weit über jenem aller anderen unselbstständig Beschäftigten. An zweiter Stelle kamen dann gleich die Vertragsbediensteten, allerdings mit deutlichem Abstand (28.103), die Angestellten folgten mit 27.723 Euro und abgeschlagen am Ende waren die Arbeiter, die gerade einmal 17.874 Euro lukrierten und nur knapp vor den Pensionisten lagen (16.905).
(APA)

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