Quelle: ZAMG

Regierung gab Details zu Uni-Einsparungen bekannt

25.10.2010 - 14:18
Audimax in Wien in Besetzungsgefahr© APA (Hochmuth)Audimax in Wien in Besetzungsgefahr

Nicht nur eine Eingangsphase in den überlaufenen Studienrichtungen kommt ab dem kommenden Jahr, 2011 soll es für alle Studienanfänger auch eine Verpflichtung zur Studienwahlberatung vor Studienbeginn geben. Das ist Teil des bei der Budgetklausur der Regierung ausgehandelten Pakets im Uni-Bereich, dass das Wissenschaftsministerium bekanntgab. Das Ergebnis der Beratung ist nicht bindend.

Inzwischen wird auch die geplante Budgetierung des Ressorts klarer. Laut dem von der Regierung im Frühjahr beschlossenen "Finanzrahmen" muss das Wissenschaftsministerium ja gegenüber dem Bundesvoranschlag 2010 im kommenden Jahr 57,9 Mio. Euro einsparen. Bis 2014 beläuft sich der Einsparungsbedarf laut Ministerium auf insgesamt 320 Mio. Euro. Dem stehen nun die zusätzlich 80 Mio. Euro pro Jahr für den Hochschulbereich gegenüber, bis 2014 also in Summe ebenfalls 320 Mio. Euro. Insgesamt wird es also im Wissenschaftsministerium bis 2014 zu keinem Minus, aber auch keinen Zuwächsen kommen.

Die Einsparungen in Höhe von 320 Mio. Euro sollen durch ein Bündel von 44 Maßnahmen erreicht werden. So sollen im Förderungsbereich Direktförderungen und Basisfinanzierungen von Vereinen, Einrichtungen, wissenschaftlichen Veranstaltungen, etc. gestrichen bzw. reduziert werden. Förderungen wie EU-Anbahnungsfinanzierungen oder "Vorziehprofessuren" sollen ebenso auslaufen wie jene für Studentenwohnheime. Gestrichen werden auch bestimmte Mobilitätsstipendien, etwa im Mittel- und Osteuropäischen Bereich, sowie Technologiestipendien etwa für Südost-Asien.

Eingespart werden soll auch durch den Verzicht auf bereits budgetierte, aber noch nicht realisierte Vorhaben: So werden etwa geplante, aber noch nicht gestartete Baumaßnahmen im Uni-Bereich auf Eis gelegt. Bei der Besiedelung von Neubauten muss vorerst auf Neuausstattung etwa beim Mobiliar verzichtet werden. Die geplanten wissenschaftlichen Außenvertretungen im Ausland werden ebensowenig realisiert wie eine Dissertations-Datenbank oder eine Studienförderungsnovelle.

(APA)

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