Quelle: ZAMG

Uni-Massenfächer bekommen Aufnahmeverfahren

24.10.2010 - 14:23
Aufnahmeverfahren sind laut Karl notwendig© APA (Archiv/Techt)Aufnahmeverfahren sind laut Karl notwendig

Die Regierung plant eine neue Studieneingangsphase in den Massenfächern auf den heimischen Universitäten. Ein Weiterstudieren wird laut Wissenschaftsministerin Karl dann nur noch möglich sein, wenn die Eingangsphase positiv absolviert wurde. Wie diese aussehen soll bzw. in welchen Fächern sie zum Tragen kommt, ist noch nicht fixiert. Eine zahlenmäßige Beschränkung werde es aber nicht geben.

Die Notwendigkeit einer "Eingangsphase inklusive Aufnahmeverfahren" stelle sich vor allem in den Massenfächern. Welche Fächer konkret betroffen sein werden, ist noch nicht fix. Allerdings gibt es mit der Liste der 20 beliebtesten Studienrichtungen wohl heiße Kandidaten dafür. Derzeit entfallen 60 Prozent aller neu inskribierter Studien auf nur 20 Studiengänge. Das sind etwa Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Jus, Publizistik, Pädagogik, Psychologie, Wirtschaftsrecht, Biologie, Anglistik, usw.

Laut Karl bestehe auch Zeitdruck mit dieser Maßnahme, weil im kommenden Studienjahr aufgrund der Verkürzung des Gymnasiums in Deutschland doppelte Abiturientenjahrgänge von dort erwartet werden, "das erzeugt großen Druck auf unsere Unis". Zudem müssten die Unis auch die neue Eingangsphase umsetzen und die Studienpläne entsprechend ändern. Dass den Unis ermöglicht werde, die Eingangsphase auf den Sommer vorzuziehen, habe für die Studenten den Vorteil, bei Nichtbestehen in ein anderes Studium ohne Eingangsphase zu wechseln. Dass es durch die Eingangsphase in den Massenfächern zu Verdrängungseffekten in Richtung anderer, noch nicht überlaufender Studienrichtungen kommt, "kann natürlich leicht sein, das muss man beobachten", so Karl.

Wie die von der Regierung zugesagten zusätzlichen 80 Mio. Euro pro Jahr für den Hochschulbereich aufgeteilt werden sollen, ist laut Karl noch nicht fixiert. Einerseits sollen damit die Studienbedingungen an den Unis verbessert werden, "zur Entlastung der Universitäten wollen wir aber auch die Fachhochschulen (FH) wieder ausbauen", so Karl.

(APA)

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