FPÖ-Chef Strache hat sein Herz für Asylwerber entdeckt - oder zumindest für Personen, denen seiner Meinung nach Asyl jedenfalls zu gewähren wäre. Dazu gehört laut Strache der umstrittene deutsche Autor und Bundesbanker Thilo Sarrazin. "Im Unterschied zu vielen anderen hätte er als politisch Verfolgter es wirklich verdient", sagte Strache am Dienstag.
Sarrazin hatte sich in seinem jüngsten Buch auf kontroverse Art und Weise mit den Themen Islam und Integration auseinandergesetzt. "Die Sarrazin-Jäger in Deutschland und Österreich stehen nicht mit beiden Beinen in der Wirklichkeit, sondern sind ahnungslose und unbelehrbare Heile-Welt-Dogmatiker", beklagte Strache.
Die Probleme seien nämlich auch in der Alpenrepublik "durchaus dieselben" wie im Nachbarland. Aus diesem Grund empfahl er den Kritikern und "allen voran" dem Wiener Bürgermeister Häupl, "weniger Zeit beim Nobelheurigen zu verbringen und stattdessen Sarrazins Buch sorgfältig zu studieren."
"Vieles an der Hexenjagd gegen Sarrazin erinnert an die Situation in Österreich", erklärte Strache. Die FPÖ würde "Dinge beim Namen nennen", Fehlentwicklungen aufzeigen und dafür an den Pranger gestellt werden.
(APA)

20.4°C
16.5°C
17.2°C







