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Muzicant-Liste bekommt Gegenkandidat bei IKG-Wahl

31.01.2012 - 10:47
Ariel Muzicant tritt heuer nicht mehr an© APA (Archiv/Hochmuth)Ariel Muzicant tritt heuer nicht mehr an

Die für November angesetzten Wahlen in der Israelitischen Kultusgemeinde Wien werfen ihre Schatten voraus. Mit dem Psychoanalytiker und Consulter Martin Engelberg, der mit der Wahlgruppe "Jüdisches Leben" antritt, hat sich nun ein Herausforderer der Liste des amtierenden Präsidenten Ariel Muzicant positioniert. Engelbergs Gruppierung stehe für eine "lebendige Gemeinde", hieß es.

Der seit 1998 amtierende Muzicant wird heuer nicht mehr antreten. Seine Liste Atid ("Zukunft") hat bereits im Vorjahr Oskar Deutsch, derzeit Vizepräsident der Gemeinde, nominiert. "Chaj - Jüdisches Leben" tritt erstmals an und will "allen Juden eine Heimat bieten und aktiv für eine lebendige Gemeinde eintreten".

Engelberg erklärte, die IKG habe sich in den vergangenen Jahrzehnten "vor allem damit befasst, die Infrastruktur für die jüdische Gemeinde wieder aufzubauen. Jetzt gilt es, diese Einrichtungen mit wirklichem Leben zu erfüllen." Zudem wolle er als Präsident "auch sehr bewusst auf die nichtjüdische Öffentlichkeit zugehen", denn es gebe in Österreich viele am Judentum interessierte Menschen, die nur wenig über jüdische Religion und Kultur wüssten. Hier könne man "Vertrauen in beide Richtungen" aufbauen.

Der Ehemann von Danielle Spera, der Direktorin des Jüdischen Museums in Wien, ist auch Mitherausgeber des jüdischen Magazins "nu", in dem er auch regelmäßig schreibt.

(APA)

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