Die steirischen Grünen haben am Montag weitere Anzeigen im Zusammenhang mit dem Internet-Spiel "Moschee-Baba" erstattet, das in der Vorwoche von der FPÖ online gestellt und aufgrund einer einstweiligen Verfügung des Gerichts wieder vom Netz genommen worden war. Die Anzeigen richten sich einerseits gegen die Betreiber zweier Websites und wieder gegen die FPÖ.
Das in der Vorwoche per Gerichtsbeschluss vom Netz genommene, wie ein Schießspiel gestaltet Game mit dem Ziel, den Bau von Minaretten sowie auftauchende Muezzins zu stoppen, war am Wochenende auf eine als neonazistisch eingestufte und auf einem US-amerikanischen Server liegende Homepage ("Alpen Donau Info") gestellt worden und ist auch unter einer zweiten Webadresse zu finden.
Die am Montag der Staatsanwaltschaft Graz übermittelte Anzeige der Grünen richtet sich gegen die Betreiber von "Alpen Donau Info" sowie gegen Unbekannt wegen des Verdachtes der Verhetzung und der Herabwürdigung religiöser Lehren. In einem zweiten Punkt wird auch die FPÖ Steiermark erneut mit einer Anzeige bedacht, und zwar wegen des Verdachtes der Anstiftung und Beihilfe zur Verhetzung und der Herabwürdigung religiöser Lehren. "Entweder das Spiel wurde weitergegeben, um die einstweilige Verfügung zu umgehen, oder die Seite wurde gehackt", so die Begründung des Klubjuristen der steirischen Grünen.
Der steirische FPÖ-Landeschef und Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Gerhard Kurzmann, distanzierte sich von der neuerlichen Online-Veröffentlichung des Spiels. Er und der Schweizer Werber Alexander Segert sprachen von Daten-Diebstahl: Man werde gegen den Missbrauch des Copyrights klagen. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) kündigte hingegen eine Anzeige wegen Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren gegen die Betreiber der Homepage an.
(APA)

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