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Österreicher schätzen Menschenrechte

25.08.2010 - 13:37

Die Österreicher schätzen die Menschenrechte und wollen diese auch verstärkt eingehalten sehen: Laut einer von der Initiative menschenrechte.jetzt in Auftrag gegebenen Studie fordern 73 Prozent mehr Achtung dafür. Das Recht auf Asyl kannte nur ein Drittel der Befragten, Flüchtlingsschutz kannten 24 Prozent. Minderheitenschutz ist nur für 26 Prozent der Befragten ein Begriff.

Die Grundeinstellung der Österreicher zu den Menschenrechten ist in der von Karmasin Motivforschung unter 1.000 Österreichern durchgeführten Umfrage grundsätzlich positiv. Nach der Meinung von 70 Prozent werden diese auch sehr bzw. eher stark beachtet. Düsterer sieht es allerdings bei der Kenntnis der verschiedenen Menschenrechte aus: So wissen zwar die meisten über die Meinungs- und Pressefreiheit (69 Prozent), das Recht auf Gleichbehandlung (67) und das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit (65) bescheid. Die Rechte auf Schutz von Minderheiten und Flüchtlingen kennen allerdings nur jeweils 32 Prozent, nur noch weniger das auf Kultur (28 Prozent).

Parallel mit dem Bekanntheitsgrad der einzelnen Menschenrechte verläuft auch deren Wertschätzung. Lediglich 24 Prozent der Befragten ist ein Recht auf Asyl besonders wichtig, 26 Prozent jenes auf Schutz der Minderheiten. Ganz oben thront das "Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit" (70 Prozent). Besonderen Schutz genießen sollten laut Meinung der Österreicher vor allem Kinder (83 Prozent) und kranke sowie alte und behinderte Menschen. Am wenigsten schutzberechtigt erachteten die Befragten homosexuelle Menschen, Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten sowie Asylanten.

(APA)

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