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Stöger erteilt allgemeinem Rauchverbot eine Abfuhr

25.03.2010 - 15:58
Kein Verständnis für Anfrage der Grünen© APA (Jaeger)Kein Verständnis für Anfrage der Grünen

Gesundheitsminister Stöger hat dem Dringlichen Antrag der Grünen bezüglich eines absoluten Rauchverbotes in der Gastronomie keine Zustimmung gegeben. Zunächst müsse sich zeigen, ob das Gesetz mit den eingeschränkten Rauch-Möglichkeiten in den Lokalen ihre Wirkung entfalte. Er glaube aber nicht, dass man dem Thema Rauchen mit einer "Law&Order"-Politik Herr werde.

Wichtiger wäre für Stöger, durch Bewusstseinskampagnen vor allem die Jugend vom Tabakkonsum abzuhalten. Das von den Grünen kritisierte Tabakgesetz hat für Stöger vor allem den Vorteil, dass es jetzt deutlich mehr rauchfreie Räume in Gaststätten gebe. Der Gesundheitsminister erinnerte die Grünen auch daran, dass sie selbst der nunmehrigen Regelung im Nationalrat zugestimmt hätten. Und er habe die Entscheidung des Hohen Hauses als Ressortchef voll und ganz anzuerkennen.

Die Wirte lud Stöger ein, das Tabakgesetz umzusetzen und ihre Gaststätten zu Nichtraucher-Lokalen zu machen: "Da haben sie eine andere Zielgruppe, aber die Mehrheit wird froh sein, dass sie gute und gesunde Luft vorfindet." Direkt ansetzen wird Stöger bei der Jugend. Gemeinsam mit dem ORF plant er hier eine gezielte Anti-Rauch-Kampagne.

In der Begründung des "Dringlichen" hatte sich Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig noch einmal für ein allgemeines Rauchverbot ins Zeug geworfen. Sie fand es absurd, dass auf den Straßen Maßnahmen gegen den Feinstaub gesetzt würden, während in den Lokalen dann die zehnfache Belastung warte.

Den Vorwurf, dass die Grünen nunmehr zur lustfeindlichen Partei würden, wies die Parteichefin persönlich zurück: "Auch ich habe meine Laster. Ich bin eine sehr lustfreudige Person." Und so solle auch jeder mit Lust und Freude rauchen, wenn er die Gesundheitsgefährdung auf sich nehmen wolle, andere dürften dadurch aber nicht zu Schaden kommen.

(APA)

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