Quelle: ZAMG

Österreich wählt den Nationalrat

15.10.2017 - 01:01
Jede Stimme zählt© APAJede Stimme zählt

Nach einem langen, teils harten Wahlkampf sind heute, Sonntag, 6,401.304 Österreicher aufgerufen, den Nationalrat für die nächsten fünf Jahre zu wählen. Das vorläufige Endergebnis sollte gegen 20.30 Uhr vorliegen. Wie die Wahl ausgegangen ist, könnte allerdings erst am Montag oder gar Donnerstag feststehen - denn für diesen Urnengang wurde die Rekordanzahl von 890.000 Wahlkarten ausgestellt.

Auf dem Stimmzettel stehen österreichweit zehn Parteien. Bundeskanzler Christian Kern tritt mit der SPÖ an, um Platz 1 zu verteidigen. 2013 hatten sie ihn mit 26,82 Prozent klar gehalten. Heuer macht ihn ihr die damals mit 23,99 Prozent zweitstärkste ÖVP mit ihrem neuen Parteichef Sebastian Kurz streitig. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hofft auf kräftige Zuwächse zu den 20,51 Prozent, um die Fortsetzung der Großen Koalition zu verhindern. Diese hat Kurz bei seinem Antritt im Mai aufgekündigt - und vorzeitig die Nationalratswahl ausgerufen. Turnusgemäß war die Wahl erst in einem Jahr fällig.

Grüne und NEOS hoffen auf den Verbleib im Nationalrat. Die Grünen gehen mit einer neuen Spitzenkandidatin, Ulrike Lunacek, und einem Rekordergebnis von 12,42 Prozent in die Wahl. Ihnen macht ihr langjähriger Abgeordneter Peter Pilz Konkurrenz, der heuer mit seiner eigenen Liste Pilz antritt. Die von Matthias Strolz gegründeten NEOS zogen 2013 mit 4,96 Prozent auf Anhieb ins Hohe Haus ein. Das damals ebenfalls in den Nationalrat gewählte Team Stronach hat sich aufgelöst; deshalb ist Spalte Nummer 5 am Stimmzettel leer.

Ebenfalls österreichweit zur Wahl stehen die Liste GILT von Roland Düringer, Die Freie Liste Österreich des Ex-FPÖ-Politikers Karl Schnell, die Weißen und die KPÖ, diesmal in Allianz mit den Jungen Grünen.

(APA)

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