Quelle: ZAMG

Felipe glaubt trotz Pilz-Liste an Zweistelligkeit

29.07.2017 - 14:39
Felipe ist von Pilz "enttäuscht"© APAFelipe ist von Pilz "enttäuscht"

Für Grünen-Chefin Ingrid Felipe bleibt auch mit der Liste des Ex-Grünen Peter Pilz als Konkurrent das Wahlziel im Oktober die Zweistelligkeit. Das sagte sie am Samstag in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" und im "Kurier". Maßgeblich sei aber nicht die Prozentzahl, sondern dass es gelinge, eine Alternative zu einer rechtsgerichteten Regierung zu ermöglichen, meint Felipe.

Über den Alleingang von Pilz zeigte sich Felipe "enttäuscht" - "auch über die Art und Weise, wie er jetzt mit seiner Partei abrechnet", immerhin habe er die Grünen mitgegründet und 31 Jahre lang mitgeprägt, erinnerte Felipe im "Kurier". Der Rückzug ihrer Vorgängerin Eva Glawischnig ist für sie aber ohnehin "der größere Verlust" als Pilz.

Dem Abgang der beiden Abgeordneten Wolfgang Zinggl und Bruno Rossman Richtung Pilz konnte Felipe im Radio durchaus Gutes abgewinnen, denn dies mache "Räume auf für neue Gesichter". Wiewohl sie Änderungsbedarf bei den internen Spielregeln sieht, will Felipe die Entscheidung über die Kandidatenlisten trotz der jüngsten Turbulenzen bei den Mitgliedern belassen.

Bei der Nationalratswahl 2013 haben die Grünen 12,4 Prozent erreicht. Wie viele Prozentpunkte und Mandate die Liste Pilz die Grünen nun im Herbst kosten könnte, wollte Felipe nicht einschätzen - aber jede Partei sei "eine Konkurrenz und kann möglicherweise Wähler abwerben". Die Grünen hätten aber "ein ganz anderes Angebot", etwa Klimaschutz. Felipe ist sich ohnehin nicht sicher, ob Pilz überhaupt den Einzug ins Parlament schafft - "ich hab keine Glaskugel".

In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique research im Auftrag von "profil" mit 500 Befragten stehen die Grünen bei sieben Prozent, Pilz bei fünf Prozent. Platz Eins belegt in der Umfrage die ÖVP (33 Prozent), dahinter folgen SPÖ (26 Prozent) und FPÖ (22 Prozent). Die NEOS kämen auf sechs Prozent. Die maximale Schwankungsbreite beträgt plus/minus 4,4 Prozentpunkte. Nur rund die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gab übrigens an, sich bereits entschieden zu haben.

(APA)

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