Quelle: ZAMG

Kaiser "verwundert" über Kritik Leitls an Bildungsreform

08.04.2017 - 12:51
Fühlt sich an "kindliche Trotzphasen" erinnert© APAFühlt sich an "kindliche Trotzphasen" erinnert

Der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) hat sich am Samstag "verwundert" über die Attacken von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl (ÖVP) zur Bildungsreform gezeigt. Leitls Drohungen gegen die Regierung würden ihn an "kindliche Trotzphasen" erinnern, sagte der stellvertretende SPÖ-Bundesparteiobmann. Er habe diese Phase als überwunden geglaubt.

Leitl hatte gemeint, es brauche in der Bildungspolitik mehr als die derzeit vorliegenden organisatorischen Änderungen und erklärt, würde bis Sommer nichts kommen, seien Initiativanträge von Sozialpartner-Abgeordneten im Parlament denkbar. Kaiser ortet darin eine mögliche Ablenkung Leitls von eigenen stockenden Verhandlungen in der Mindestlohnfrage.

Bildungspolitik bedürfe aber der "besonnenen und konstruktiven Auseinandersetzung und Diskussion". Mediale Querschüsse würden genau das Gegenteil bewirken, kritisierte Kaiser und forderte vom WK-Präsidenten seriöse Beiträge.

SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann wäre "geneigt", im Nationalrat Anträgen zur gemeinsamen Schule und zu Modellregionen dafür zuzustimmen, wie sie Leitl seitens Sozialpartner-Abgeordneter "angedroht" hat. Derzeit sei eines Umsetzung der Projekte wegen des Widerstands der ÖVP nicht möglich. Sollte es aber seitens des Koalitionspartners ein Umdenken geben, so "steht dem aus meiner Sicht nichts entgegen", so Grossmann.

(APA)

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