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Frankreich Sarkozy geht, Hollande kommt

"Telemadrid" entlässt 75 Prozent der Belegschaft

09.01.2013 - 13:11

Seit Tagen schon erscheint das Bild des Madrider Regionalsenders "Telemadrid" immer wieder in schwarz. Im Hintergrund steht in großen Lettern "Huelga" - Streik. Seit Wochen ziehen Mitarbeiter des Senders durch die Straßen der spanischen Hauptstadt, um gegen die geplanten Massenentlassungen zu protestieren. Vergeblich: Der Aufsichtsrat beschloss nun die Entlassung von 75 Prozent der Belegschaft.

Es half alles nichts. Spaniens hoch verschuldeten Regionalregierungen müssen den Sparhebel im Zuge der nicht enden wollenden Finanzkrise ansetzen, wo sie nur können. Und so müssen sich 860 der insgesamt 1.169 Journalisten, Techniker, Kameraleute von "Telemadrid" demnächst in das große Heer von spanischen Arbeitslosen einreihen, das mittlerweile auf knapp sechs Millionen Personen, 26 Prozent der aktiven Bevölkerung, angewachsen ist. Neben den Massenentlassungen werden auch zahlreiche Eigenproduktionen eingestellt, um das Budget für 2013 um 34 Prozent auf 85 Millionen Euro zu drücken.

Der Madrider Regionalsender ist keineswegs der einzige in Spanien, der in jüngster Zeit den staatlichen Sparzwängen zum Opfer gefallen ist. Im vergangenen Jahr kam es bereits zu Massenentlassungen beim valencianischen Regionalsender "Canal 9" sowie bei den regionalen Kanälen in den Provinzen Murcia, Asturien, sowie auf den Balearen und in Aragonien.

Die 13 öffentlichen Regionalsender, die jährlich rund 1,4 Milliarden Euro Steuergelder verschlangen, wurden für die Regionalregierung zu kostspielig. Hinzu kamen Werbeeinbrüche von 30 Prozent, die vielen Sendern den Todesstoß gab. Der kanarische Regionalsender musste sein Budget in den vergangenen vier Jahren sogar um die Hälfte von 66 auf 33 Millionen Euro zusammenstreichen.

Sogar Spaniens öffentlich rechtliche Fernseh- und Radioanstalt RTVE sieht sich von der Krise betroffen und musste ihr Budget um 40 Prozent von 535 auf 331 Millionen Euro kürzen. Eigenproduktionen wurden auf ein Minimum heruntergeschraubt, Gehaltskürzungen vorgenommen und auf das riesige Heer freier Mitarbeiter verzichtet. RTVE verzichtete sogar auf die kostspieligen Übertragungsrechte der spanischen Basketball-Liga.

(APA)

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