Die Meinungen der Jugendorganisationen von ÖVP und SPÖ über das Sparpaket sind gespalten. Die JVP stimmte für das Paket, ihr Generalsekretär Axel Melchior hätte sich nur im Bereich der Pensionen mehr Maßnahmen, die das tatsächliche Pensionsantrittsalter erhöhen, gewünscht.
Zwischen den Jugendorganisationen der SPÖ gehen die Meinungen auseinander. Die Vorsitzende der Jungen Generation Tina Tauß stimmte ebenfalls für das Sparpaket. Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wolfgang Moitzi hingegen sagte zur APA, er sei sehr skeptisch gegenüber dem Entwurf. Die große Frage der Verteilungsgerechtigkeit sei völlig unzureichend beantwortet.
Die SJ war in diesem Fall im SPÖ-Präsidium nur kooptiert, hatte also kein Stimmrecht. Moitzi kritisierte, dass weder eine Substanz-, Erbschafts- noch Vermögenssteuer in dem Paket enthalten sei. "Die wirklich Vermögenden tragen zu wenig bei", sagte er. Positiv sei, dass beim Bildungsbereich überhaupt nicht gespart werde. Melchior hob vor allem die großteils ausgabenseitige Sanierung als positiv hervor.
"Natürlich wäre es mir lieber, wenn keine Sparmaßnahmen nötig wären, aber wegen der hohen Schulden bin ich dafür", so Tauß. Eine Erbschafts- und Vermögenssteuer gehe ihr zwar ab, aber sie sei froh, dass die Sparmaßnahmen auf mehrere Gruppen aufgeteilt wurden. Tauß begrüßte die Einführung einer Solidarabgabe, auch die Umwidmungsabgaben gingen in die richtige Richtung. Mehr sei wohl mit dem Koalitionspartner ÖVP nicht möglich gewesen, so die JG-Chefin.
(APA)

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