Quelle: ZAMG

Zehntausende demonstrierten in Rom gegen Sparkurs

21.10.2012 - 10:36
Weitere Proteste sollen folgen© APA (epa)Weitere Proteste sollen folgen

Zehntausende Menschen haben am Samstag in Rom gegen die Sparpolitik der Regierung und hohe Arbeitslosigkeit protestiert. "Arbeit steht über allem anderen", hieß es auf Bannern bei der Kundgebung, zu der Italiens größte Gewerkschaft CGIL aufgerufen hatte.

Die Kundgebung auf der Piazza San Giovanni war damit vor allem auch gegen die Regierung von Premier Monti gerichtet, die das Land mit einem harten Sparkurs aus der Schuldenkrise führen will. CGIL-Chefin Susanna Camusso warf der Regierung von Monti vor, eine blinde Sparpolitik zu betreiben. Diese sei nicht nur ein Fehler, "sondern ist schuld an den Schwierigkeiten in diesem Land", sagte sie.

Camusso forderte die Italiener zu weiteren Protesten am 14. November auf, wenn in mehreren europäischen Ländern Demonstrationen gegen den Kurs in der Euro-Schuldenkrise geplant sind. Monti hatte im November vergangenen Jahres den Posten des Regierungschefs übernommen, um das hochverschuldete Italien nach dem Rücktritt von Silvio Berlusconi aus der Krise zu führen.

Seitdem hat er eine Reihe von Sparmaßnahmen eingeleitet. Kritiker werfen ihm vor, die Bevölkerung mit neuen Steuern zu überziehen nicht genug zu tun, um das Wachstum anzukurbeln und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Monti verteidigte sich gegen die Vorwürfe der Gewerkschaften. "In wenigen Monaten wird es klare Zeichen des Wirtschaftsaufschwungs geben", versicherte der Regierungschef nach Angaben italienischer Medien. "Bald werden wir die Resultate der Opfer sehen", appellierte er an seine Landsleute, das Vertrauen in einen Neubeginn nicht zu verlieren. Seine Experten-Regierung habe die Pleite Italiens abwendet, hielt er fest.

(APA/dpa/ag.)

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