Bei einem Attentat auf den Präsidenten der von Georgien abtrünnigen Teilrepublik Abchasien, Alexander Ankwab, sind nach offiziellen Angaben ein Leibwächter getötet und drei weitere schwer verletzt worden. Der moskautreue Republikchef habe den Anschlag am Mittwoch unverletzt überstanden, sagte sein Sicherheitschef Bobua der Moskauer Agentur Interfax. Die Hintergründe waren zunächst unklar.
Unbekannte hätten eine Mine am Straßenrand gezündet, als Ankwabs Konvoi auf dem Weg in die Hauptstadt Suchumi vorbeifuhr, hieß es. Danach hätten sie mit einem Granatwerfer und einem Maschinengewehr auf die Autos gefeuert.
Auf Ankwab, der im August 2011 zum Präsidenten gewählt wurde und früher auch Regierungschef und Innenminister gewesen war, waren bereits in den vergangenen Jahren Anschläge verübt worden. Dabei war er mehrmals verletzt worden. Während des vom georgischen Staatschef Micheil Saakaschwili entfesselten Südkaukasus-Krieges im August 2008 erkannte Russland die von Georgien abtrünnigen Gebiete Südossetien und Abchasien als unabhängige Staaten an. In Beistandsabkommen verpflichtete sich Moskau zum Schutz der Grenzen von Abchasien und Südossetien.
(APA/dpa)

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